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Streit um IGS-Standort wird immer heftiger

Lehrte Streit um IGS-Standort wird immer heftiger

Der Streit um die richtige Entscheidung für den Standort der IGS Lehrte wird immer heftiger. Jetzt liegen Stellungnahmen von drei Parteiorganisationen aus Ortsteilen vor.

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Der politische Streit ist heftig: Wie soll es mit der IGS in Lehrte weitergehen?

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Während die CDU Arpke-Immensen-Sievershausen den Erhalt der Schule an der Straße in Hämelerwald fordert und die politischen Gegner in den Dörfern scharf angreift, plädieren die Ortsabteilungen der SPD in Ahlten sowie Aligse-Kolshorn-Röddensen vehement für die Konzentrierung der Schule in Lehrte Süd.

„In unseren Dörfern wird über Dorfentwicklung diskutiert, und dazu gehört auch der Erhalt der weiterführenden Schulform in der unmittelbaren Nähe“, sagt Marcel Haak, Chef der CDU Arpke-Immensen-Sievershausen. Er argumentiert auch damit, dass in Sievershausen gerade ein Baugebiet entstanden sei und man in Immensen und Arpke Baugebiete plane. Dort würden sich die Vermarktungschancen verschlechtern, wenn „ohne Not der IGS-Schulstandort Hämelerwald geschlossen würde“.

Haak greift auch SPD-Ortsratsmitglieder an und wirft ihnen fehlende Courage vor – konkret zielt er damit auf Petra Drescher (Sievershausen), Klaus Schulz (Arpke)t und Michael Clement (Immensen), die alle auch im Rat der Stadt sitzen. Schulz hatte unlängst im Schulausschuss gesagt, die mögliche Schulschließung in Hämelerwald sei in seinem Dorf kein Thema. Haak hält nun dagegen: In der unlängst gegründeten Bürgerinitiative für den Schulstandort Hämelerwald engagierten sich auch viele Arpker. Er hätte von Schulz „die gleiche Courage und den gleichen Einsatz“ erwartet, wie ihn die Hämelerwalder SPD-Ratsherren Dirk Werner und Thomas Diekmann zeigen, die gegen den Plan einer Zentralisierung der IGS in Lehrte Süd stimmen wollen, meint Haak.

„Viele Immenser fühlen sich bei der Frage des Schulstandorts historisch bedingt Hämelerwald zugehörig“, sagt indes Falk Kothe, CDU-Ortsbürgermeister in Immensen. Und Christdemokrat Haak betont, dass er als gewählter Stadtrat aus Arpke die Interessen seines Ortes und seiner Wähler vertreten werde.

Auch Carsten Milde (Grüne) greift der Christdemokrat an. Dieser habe sich im Schulausschuss dahingehend geäußert, dass die Finanzen bei der Entscheidung zum IGS-Standort keine Rolle spielten. Das mache ihn „fassungslos“ meint Haak und spricht von „exorbitanten und in keiner Weise gerechtfertigten“ Kosten für den Umzug nach Lehrte Süd. Nur um „eine Schulform in die Kernstadt zu bringen“, könne man nicht die Finanzen der Stadt ruinieren. Daher müsse die IGS in Hämelerwald bleiben.

Das sehen zwei SPD-Ortsabteilungen vollkommen anders. „Die IGS gehört in die Kernstadt“, sagt etwa Timo Bönig, Chef der Sozialdemokraten in Ahlten. Eine Zukunft für die Schule gebe es nur dort, wo sie für Schüler der Kernstadt sowie aller Ortsteile gleichermaßen in angemessener Zeit gut zu erreichen sei. „Unter diesem Aspekt bietet sich der Standort Lehrte Süd geradezu an“, meint Bönig und führt dabei die aktuelle Entwicklung der Schülerzahlen an, die bei der IGS deutlich nach unten zeigt. In Hämelerwald habe die IGS daher keine echte Perspektive mehr.

Die Haltung der Oppositionsgruppe im Lehrter Rat kritisiert Bönig. Diese spreche sich zwar nicht offen gegen den dauerhaften Erhalt der Gesamtschule aus. Sie nehme aber mit dem Nein zum Umzug nach Lehrte Süd in Kauf, dass die IGS nachhaltig Schaden nimmt. Scharfe Kritik übt Bönig insbesondere an dem Abstimmungsverhalten der Ahltener Mitglieder der Ratsopposition und zielt damit auf Ortsbürgermeisterin Heike Koehler sowie Jörg Posenauer (beide CDU). Diese betonten zwar immer wieder, dass sie nur das Beste für ihren Ort wollten, sie ignorierten jetzt aber den Vorteil, den eine vollständige IGS in Lehrte Süd den Ahltener brächte.

Jörg Zacharias, Vorsitzender der SPD-Ortsabteilung Aligse-Röddensen-Kolshorn, äußert sich ähnlich wie der Ahltener Genosse. „Wir wollen die gleichen Chancen für alle Kinder in Lehrte. Daher sollen auch die Kinder aus Aligse, Kolshorn und Röddensen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, sich zwischen der Vielfalt der weiterführenden Schulen in Lehrte frei entscheiden zu können“, schreibt er in einer Mitteilung. Daher müsse die IGS komplett nach Lehrte verlegt werden.

Sich als Opposition gegen die Haltung von Schulleitungen und Elternvertretungen zu stellen, die einen Umzug nach Lehrte Süd befürworten, erscheine aus SPD-Sicht unhaltbar, meint Zacharias: „Hier muss die Oppositionsgruppe unbedingt einlenken, damit die IGS sich weiter erfolgreich entwickeln kann.

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