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Bundesminister besucht Lehrter Klinik

Lehrte Bundesminister besucht Lehrter Klinik

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat am Dienstag das Lehrter Klinikum an der Manskestraße besucht. Dort ließ er sich unter anderem die Abteilung für Spezielle Schmerztherapie zeigen. Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen erfolgte der Besuch allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Der Bundesgesundheitsminster Hermann Gröhe ist zu Besuch in Lehrte und sieht sich das Krankenhaus an. Foto: Philipp von Ditfurthx

Quelle: Philipp Von Ditfurth

Lehrte. In einem Gespräch bei dem CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Deneke-Jöhrens machte Hermann Gröhe vor seinem Klinikrundgang seine Position zum Erhalt von Krankenhäusern klar. Ziel sei es, die Grund- und Regelversorgung in der Fläche zu erhalten - letztlich spielten aber auch betriebswirtschaftliche Aspekte eine Rolle. "Ein kleines Krankenhaus mit weniger als 100 Betten braucht schon einen starken Gönner", sagte Gröhe.

Mit dem geplanten Umbau des Lehrter Klinikum zum geriatrischen Zentrum sieht er das Krankenhaus auf dem richtigen Weg. "Wir werden dem wachsenden Bereich geriatrischer Versorgung gerecht werden müssen", sagte Gröhe.

CDU-Regionsabgeordneter Bernward Schlossarek verwies auf die zurückliegenden heftigen politischen Debatten um die Zukunft des Lehrter Krankenhauses. Der geplante Umbau sei ein "Kompromiss". Die Grundversorgung vor Ort müsse auf jeden Fall weiterhin gegeben sein, sagte Schlossarek. Gröhe sagte, dass der Grundsatz der guten Erreichbarkeit bei der Grund- und Notfallversorgung weiterhin maßgeblich sei. "Wir wollen die Notfallversorgung fairer vergüten", so Gröhe. Das nütze vor allem ländlichen Einrichtungen.

Die Lehrter Christdemokraten wollen sich weiter für das Lehrter Krankenhaus einsetzen. Es bestehe "Hoffnung, dass sich die Situation durchaus verbessern könnte", sagte der Landtagsabgeordnete Deneke-Jöhrens nach dem Gespräch. Man müsse jetzt nur "die richtigen Stellschrauben drehen".

SPD findet Wahlslogan befremdlich

Das Thema „Erhalt des Lehrter Klinikums“ kocht kurz vor den Kommunalwahlen noch einmal hoch. Die SPD hat jetzt ihr Befremden über einen auf Plakaten zu lesenden Slogan der Christdemokraten geäußert: „Finger weg von unserem Krankenhaus“, steht dort. Das erwecke den Eindruck, dass das Klinikum noch immer nicht gerettet sei, meinen die Lehrter SPD-Regionskandidaten Ekkehard Bock-Wegener, André Tepper und Burkhard Hoppe.

Richtig sei vielmehr, dass es einen Konsens unter SPD, Grünen und CDU für Erhalt und Ausbau des Klinikums gebe. „Die irreführenden Plakate der Lehrter CDU sind daher umso unverständlicher. Ich erwarte dazu eine Richtigstellung“, meint Bock-Wegener. Schließlich habe sich sowohl bei der Regionsversammlung als auch bei der Geschäftsführung des Klinikum Region Hannover (KRH) die Erkenntnis durchgesetzt, das die Krankenhausstandorte in Burgwedel und Lehrte erhalten und aufgewertet werden sollen. „Die Lehrter CDU behauptet hier etwas wider besseren Wissens, um Bürger zu verunsichern“, meint Ekkehard Bock-Wegener.

Die CDU indes betrachtet ihren griffigen Wahlslogan als eine Art vorbeugende Maßnahme. Nach eigener Aussage möchte sie mit ihm ausdrücken, dass die Diskussion um eine Schließung des Krankenhauses nach der Wahl auf keinen Fall neu beginnen dürfe. Das wäre mit den Christdemokraten nicht zu machen.

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Der Bundesgesundheitsminster diskutiert mit der Lehrter CDU über die Zukunft der Krankenhäuser. Foto: Philipp von Ditfurth

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Quelle: Philipp Von Ditfurth

Von Patricia Oswald-Kipper und Achim Gückel

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