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Adolphshof: Im Ziegenstall sind alle neugierig

Lehrte Adolphshof: Im Ziegenstall sind alle neugierig

Hunderte Besucher, viele davon aus Hannover, zog es am Sonntag nach Hämelerwald. Ihr Ziel war das Ökogut Adolphshof, wo den Gästen die Demeter-Landwirtschaft nähergebracht wurde. Die angeschlossene Sozialtherapie freute sich ebenfalls über reges Interesse.

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Bei einer Suppe oder einem Stück Kuchen lässt sich auf dem Hoffest des Adolphshofes der Sonntag verbringen.

Quelle: Michael Schütz

Hämelerwald. Interesse herrschte auch im Ziegenstall des Adolphshofs - und zwar gegenseitiges. Der Stall war für die Besucher öffentlich zugänglich und ein Höhepunkt für junge Eltern wie Anja und Christian Jabs aus Vöhrum. Mit ihrer 15 Monate alten Tochter Akina auf dem Arm näherten sie sich den Tieren. Die steckten neugierig ihre Köpfe mit den imposanten Hörnern durch die Bretter und ließen sich streicheln. "Für uns ist das hier ein idealer Ausflug", sagte Papa Christian. "Wir waren im letzten Jahr bereits hier und fanden das alles sehr idyllisch." Die vielen Tiere seien für die Kinder ohnehin ein Anziehungspunkt. "Wir gehen mit Sicherheit noch zur Streichelwiese."

Kulinarisch ging es bei Martin Bischoff zu. Der Koch aus Hannover brachte den Zuschauern näher, wie man mit Zutaten, die es fast alle auf dem Hof gibt, ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü zaubert. Es war das zweite Schaukochen, für das der Adolphshof nach dem Ansturm im vergangenen Jahr - da noch in Eigenregie - einen Profi engagiert hatte. Mit Eloquenz und Schwung zeigte Bischoff vor seiner Arbeitsplatte, wie man Rote-Bete-Taschen mit Ziegenkäse, Curry-Sellerie-Puffer und Joghurteis mit glasierten Äpfeln zubereitet. Dass die Küchenzeile dabei wegen des unebenen Geländes nicht ganz gerade war, machte ihm nichts aus. "Improvisieren gehört dazu."

Gemütlich ging es auf der Wiese am Hofladen zu, wo sich viele zum Picknick niedergelassen hatten. Darunter die Hannoveranerin Michaela Assenberg, die zum Helfen nach Hämelerwald gekommen war. "Ich habe die Produkte des Hofes durch die solidarische Landwirtschaft kennengelernt", erwähnte sie das Modell, bei dem Verbraucher in einer Art Abonnement monatlich Hoferzeugnisse bekommen. "Ich wollte mir den Hof mal anschauen und auch gleich helfen." 

Zudem hatte die Sozialtherapie zum Besuch eingeladen, und die Werkstätten, in denen Behinderte arbeiten, machten viele neugierig. Jens de Hair führte die Beliebtheit der Erzeugnisse aus den Werkstätten darauf zurück, dass der Verbraucher wisse, wo sie herkommen und wer sie gemacht hat. "Die Holzprodukte sind aus Bäumen hergestellt, die hier im Wald gewachsen sind", sagte der Tischlermeister, der zur Leitung der Werkstatt gehört. "Das ist die Anerkennung der Qualität."

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Von Michael Schütz

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