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IGS bietet Praktikum an der Leibniz-Uni an

Lehrte IGS bietet Praktikum an der Leibniz-Uni an

Probieren geht vor studieren: So lautet das Motto des Kooperationsvertrages zwischen der IGS Lehrte und der Leibniz-Universität Hannover. Darin ist ein Hochschulpraktikum als Alternative zum herkömmlichen Betriebspraktikum geregelt.

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Gemeinsam für die Schüler: Martin Scholz (von links) und Andrea Schmidt von der Leibniz-Universität haben mit Alena Rogge, Julian Neuber und IGS-Leiter Bernhard Mellentin einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Mit dem Praktikum an der Universität sollen die Schüler bereits im elften Jahrgang und damit zwei Jahre vor dem IGS-Abitur Hochschulluft schnuppern und sich orientieren können. „Die Vorstellungen, wie das Studieren funktioniert, welche Möglichkeiten und Herausforderungen es bietet, sind häufig noch sehr abstrakt“, sagt Schulleiter Bernhard Mellentin.

Um ein realistisches Bild vom Studienalltag und den Studienfächern zu vermitteln - sehr hilfreich bei 8000 Studiengängen - will die Leibniz-Universität jedes Jahr rund 50 Plätze zur Verfügung stellen, sagt Martin Scholz, Leiter der Studienberatung. Dabei werden die Schüler von Uni-Lotsen betreut, mit denen ein Stundenplan erstellt wird. Das Angebot soll auch Schüler aus „nicht akademischen Elternhäusern“ erreichen. Ein festes Kontingent könne man aber trotz des Vertrags nicht zusichern, sagt Scholz. Mit dem Angebot hoffe man, die Abbrecherquote von rund 25 Prozent senken zu können.

Was macht das Gymnasium?

Einen Vertrag mit der Universität gibt es am Gymnasium Lehrte nicht, sagt Schulleiterin Silke Brandes, aber eine Fülle von Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung. Dazu gehören etwa Fahrten zu den offenen Hochschultagen wie bei der Winter-Uni, die Gauß-AG mit Ferienkursen, das Projekt Apollo 13 mit Wettbewerben zu wissenschaftlichen Themen und das Management Information Game, bei dem mithilfe von Firmen ein virtuelles Unternehmen gegründet wird. Ein spezieller Baustein ist das Projekt „Forschergeist“, bei dem Gymnasiasten in Hannover bei Referenten der Uni lernen und sich das zertifizieren lassen können. Außerdem leiten regelmäßig Mathe- und Physikstudenten Arbeitsgemeinschaften an der Schule.

Im vergangenen Jahr haben 17 von 72 IGS-Schülern im elften Jahrgang solch ein Hochschulpraktikum absolviert - als eine der ersten in der Region. So wie Janna Bertram. „Es war toll, mal in die Uni zu schnuppern“, sagt die 17-Jährige, die sich über Jura und Wirtschaft informiert, aber auch Mathe- und Chemievorlesungen besucht hat. Was sie mal studieren will, weiß sie allerdings noch (immer) nicht. Auch Tom Veenhuis fand das Hochschulpraktikum klasse, weil er sich unter Studium vorher nichts vorstellen konnte. Jetzt hat der 16-Jährige schon mal eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Ohne Selbstdisziplin und -organisation geht es nicht. „An der Uni erhält man Freiheit durch Eigenverantwortung.“

Von Oliver Kühn

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