Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Streit um Gasstation: Avacon lenkt ein

Lehrte Streit um Gasstation: Avacon lenkt ein

Im Konflikt um den Bau einer neuen Gasstation am südlichen Ortseingang von Steinwedel lockern sich die Fronten. Der Energieversorger Avacon lädt jetzt zu einer Infoveranstaltung ein. Er möchte dabei unter anderem Alternativen zum bisher genannten, heftig umstrittenen Standort für die Station präsentieren.

Voriger Artikel
Sturm "Xavier": Feuerwehr muss Zug evakuieren
Nächster Artikel
Sturm: Entwurzelte Eiche zerstört Wohnhaus

Hier bitte nicht! Die Steinwedeler wehren sich gegen eine neue Gasstation direkt vor der idyllischen Silhouette des Dorfes. Die Avacon hat die Pläne dafür jetzt auf Eis gelegt.

Quelle: Achim Gückel

Steinwedel. Die Avacon nennt den Infoabend am Montag, 9. Oktober, im Dorfgemeinschaftshaus an der Ramhorster Straße eine "offene Veranstaltung für alle". Von 17 bis 20 Uhr wolle man dort nicht nur Pläne vorstellen, sondern auch partnerschaftlich über sie diskutieren, stellt Pressesprecher Ralph Montag klar. Man wolle unbedingt in einen Dialog mit den Steinwedelern treten und mit ihnen möglichst einen Konsens erreichen. Die bisherigen Pläne, die Gasstation nördlich der Kreisstraße am südlichen Steinwedeler Ortseingang zu errichten, habe die Avacon daher auf Eis gelegt, versichert Montag.

Eben gegen diese Pläne setzen sich die Steinwedeler seit Monaten zur Wehr. Sie befürchten, dass eine möglicherweise auf einer Geländeerhöhung errichtete neue Gasstation an dieser Stelle das gesamte Ortsbild verschandelt. Eine Bürgerinitiative hat gegen dieses Vorhaben schon Unterschriften gesammelt und stets dafür geworben, die Gasstation, welche ein altes derartiges Bauwerk an der Auebrücke ersetzen soll, nicht nördlich, sondern südlich der Kreisstraße zu errichten. Damit wäre es außerhalb des Blickfelds und störe niemanden, lautet das Argument.

Die Besitzerin einer Fläche südlich der Kreisstraße hatte unlängst sogar ein schriftliches Angebot an die Avacon-Geschäftsführung gerichtet. Sie überlasse das für den Bau der Gasstation nötige Gelände von mehr als 700 Quadratmetern, das geschätzt 35.000 Euro wert sei, für den symbolischen Preis von 1 Euro sowie einer Spende an den St.-Petri-Kindergarten in Steinwedel der Avacon.

Ob der Energieversorger diese Offerte annehmen wird, ist noch völlig offen. Pressesprecher Montag sagt jetzt aber unverblümt, dass sein Unternehmen bei den bisherigen Planungen für die Gasstation "zu schnell in eine Richtung" marschiert sei. Man habe aber bemerkt, dass die Steinwedeler sehr unzufrieden sind und sehe "Verbesserungspotenzial" auf der eigenen Seite - und das offenbar nicht nur in Sachen Informationspolitik. "Wir gehen nun nicht mehr allein von einer Option für die neue Gasstation aus", sagt Montag. Es gebe nun eine handvoll davon.

Ein nichtöffentliches Gespräch mit Vertretern aus dem Steinwedeler Ortsrat, bei dem mögliche Varianten für den Bau der Station vorgestellt wurden, habe es bereits gegeben, betont der Pressesprecher. Es habe der Vorbereitung des Infoabends am Montag gedient. Im Dorfgemeinschaftshaus werde dann auch Ortsbürgermeister Jens Utermann die Begrüßung vornehmen, ehe die Avacon an sogenannten Themeninseln ihre Ideen vorstellen wird.

Bei der Bürgerinitiative ist man über diese Entwicklung erfreut. "Das ist ein sehr positives Zwischenergebnis", meint deren Sprecher Udo Rösler. Es gebe jetzt die große Chance, direkt mit der Avacon in eine Diskussion zu treten und neben den technischen und wirtschaftlichen Kriterien auch die sogenannten weichen Aspekte wie die Akzeptanz des Vorhabens bei den Bürgern zu beleuchten. Rösler stellt aber auch unmissverständlich klar: "Mit uns ist ein Standort für die Gasstation nördlich der Kreisstraße nicht zu machen."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x8oa9yvuzn65atfhp
Schuleingangstests: Lehrte jetzt im Mittelfeld

Fotostrecke Lehrte: Schuleingangstests: Lehrte jetzt im Mittelfeld