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Drei Dörfer machen nun doch gemeinsame Sache

Lehrte Drei Dörfer machen nun doch gemeinsame Sache

Immensen, Arpke und Sievershausen machen in Sachen Dorfentwicklung nun doch gemeinsame Sache. Die Ortschaften wollen sich als sogenannte Dorfregion für das Förderprogramm des Landes anmelden. Das hat jeder der Ortsräte am Dienstagabend einmütig beschlossen.

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Norbert Lütke vom Amt für Regionale Landesentwicklung spricht in der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Immensen, Arpke und Sievershausen.

Quelle: Achim Gückel

Immensen. Es war ein langer Weg bis zur Beschlussfassung in der gemeinsamen Sitzung der drei Ortsräte in Scheuers Hof in Immensen. Schon im vergangenen Jahr hatte es einen ersten Anlauf gegeben, eine Dorfregion zu bilden. Arpke und Sievershausen stimmten damals zu, die Mehrheit des Ortsrats Immensen lehnte ab. Man gehe mit den Problemen der eigenen Ortschaft in einem solchen Dreierbündis möglicherweise etwas unter, lautete die Befürchtung. Außerdem hatte die Stadt Lehrte bereits eine fünfstellige Summe für ein separates Immenser Dorfentwicklungskonzept eingeplant.

Nach der Kommunalwahl im September und mit der neu geschmiedeten Mehrheit aus CDU, Grünem und Unabhängiger im Immenser Ortsrat wurde dann ein neuer Anlauf zur Bildung der Dorfregion genommen. In der Sitzung am Dienstagabend, zu der auch viele Bürger aus den drei Dörfern erschienen waren, rangen sich dann auch die Immenser zu einem einmütigen Votum durch. Vorteil der Dorfregion: Bei Aufnahme in das Landesprogramm winkt Fördergeld für einzelne Projekte in jedem der Dörfer sowie für Vorhaben der gemeinsamen Infrastruktur.

Nun sollen Arbeitsgruppen in jedem Dorf entstehen und die dringendsten Anliegen in der Dorfentwicklung formulieren. In Immensen etwa wird es dabei um die Zukunft des Ortskerns, die Nahversorgung und die Probleme mit dem Durchgangsverkehr gehen. Sievershausen könnte mit dem Thema "Altersgerechtes Wohnen" in die Diskussionen einsteigen. Bis zum 1. August muss der Antrag zur Aufnahme in das Landesporgramm auf dem Weg gebracht sein. Im Frühjahr 2018 könnte dann die Zusage vom Amt für Regionale Landesentwicklung kommen.

In der Sitzung hatte Norbert Lütke als Vertreter der Landesbehörde Einzelheiten zum Verfahren und zur Förderung erläutert. Den Plan zur Dorfentwicklung aufzustellen dauere etwa ein Jahr, der Förderzeitraum erstrecke sich über sieben bis acht Jahre. Lütke riet dazu, in allen Dörfern Arbeitskreise zu bilden, in denen auch Vertreter von Vereinen und Kirchen, aber auch interessierte Bürger mitarbeiten können. Besonders wichtig sei es aber, mit den Ergebnissen aus den drei Dörfern "gemeinsam in eine Richtung zu ziehen".

Als mögliche gemeinsame Themen nannte Lütke etwa die Entwicklung der lokalen Wirtschaft inklusive möglicherweise fehlender Einkaufsmöglichkeiten, das Thema Wohnen, die Versorgung mit Ärzten, die Ausweisung von Bauland, die Umnutzung alter Gebäude und der Umgang mit Verkehrsproblemen.

In mehreren dieser Arbeitsfelder habe Immensen zweifellos "die eklatantesten Probleme", sagte Christian Bollwein vom Planungsamt der Stadt während der Sitzung. Für ein einzelnes Dorf sei es aber nicht mehr möglich, in das Landesförderprogramm einzusteigen. Carsten Milde (Grüne) aus dem Arpker Ortsrat versuchte indes, den Immensern die Sorgen zu nehmen, sie könnten mit ihren Interessen in dem neuen Dreierbündnis zu kurz kommen. Man kenne die dringendsten Handlungsbedarfe, man müsse in Arpke und Sievershausen "Solidarität mit Immensen zeigen". Petra Drescher (SPD) aus Sievershausen warnte indes, dass die Probleme Immensens, etwa mit fehlenden Einkaufsmöglichkeiten, auch sehr schnell in anderen Dörfern eintreten könnten. Experte Lütke versicherte indes, dass es auch in einer Dorfregion möglich sei, die Anliegen eines der Dörfer mit Priorität zu behandeln.

Die Ortsbürgermeister der drei Dörfer zeigten sich nach dem Beschluss zufrieden. "Es freut mich sehr, dass nun alle mitmachen. Jetzt sind wir in der Spur, schon in der kommenden Woche bilden wir Arbeitskreise", sagte Falk Kothe (CDU) aus Immensen. "Von dem Beschluss geht ein Impuls aus", sagte Armin Hapke (CDU) aus Sievershausen. Und Klaus Schulz (SPD) aus Arpke lobte insbesondere die Einstimmigkeit der Abstimmungen.

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