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Lehrte: Wohnungseinbrüche haben abgenommen

Lehrte Lehrte: Wohnungseinbrüche haben abgenommen

Die Zahl der in Lehrte begangenen Straftaten ist 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen, ebenso wie die Aufklärungsquote. Wohnungseinbrüche hat es aber deutlich weniger gegeben. Das geht aus der Kriminalstatistik der Polizei hervor.

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Zurückgegangen sind die Diebstähle, zu denen statistisch auch die Wohnungseinbrüche zählen. Diese sanken gegenüber dem Vorjahr von 125 auf 70.

Quelle: HAZ-Grafik: Llorens

Lehrte. "Die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, ist in Lehrte nicht sehr groß", bewertet Kommissariatsleiter Ulrich Bode die Zahlen. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Lehrte stets etwas mehr als 3000 Delikte begangen, 2016 waren es 3383. Davon wurden gut 61 Prozent aufgeklärt. "Wir haben im Vergleich zu anderen Kommissariaten eine gut Quote", meint Bode.

Die weitaus meisten Täter - mehr als 90 Prozent - sind Erwachsene. Frauen sind unter den Kriminellen weiterhin in der Minderheit. Ihr Anteil schwankt zwischen weniger als 20 Prozent (Rohheitsdelikte und Sachbeschädigungen) und 28 Prozent (Beleidigung und Verleumdung).

Zurückgegangen sind die Diebstähle, zu denen statistisch auch die Wohnungseinbrüche zählen. Diese sanken gegenüber dem Vorjahr von 125 auf 70. Auch aus Autos wurde weniger gestohlen. Die angezeigten Fälle nahmen um mehr als 20 Prozent ab.

Oft sorgen wenige Täter für eine Vielzahl von Delikten. So wurden bei einem Mitarbeiter eines Logistikunternehmens mehrere Kisten mit Bekleidung sichergestellt, die er als Fahrer unterschlagen hatte. Insgesamt kam es in der Firma zu 90 Diebstählen. Und ein 25-jähriger Lehrter gestand sechs Einbrüche.

Vermehrt mussten die Lehrter Beamten wegen sogenannter Rohheitsdelikte (Körperverletzung, Raub, Bedrohung) ermitteln. Dazu zählt auch die häusliche Gewalt, die um knapp 15 Prozent zunahm. Das könne auch daran liegen, dass solche Fälle häufiger angezeigt würden als früher, vermutet Bode.

Deutlich gestiegen sind Vermögens- und Fälschungsdelikte. Sie machen rund ein Viertel der in Lehrte registrierten Straftaten aus. Insbesondere der Computerbetrug habe zugenommen, erklärt Martina Thöne, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Auf nur noch gut die Hälfte sind in den vergangenen zehn Jahren die Sachbeschädigungen gesunken. Das gilt insbesondere für die Beschädigungen von Autos.

Umgekehrt fast verdoppelt haben sich im gleichen Zeitraum die Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis. Gegenüber 2015 waren es im vergangenen Jahr mit knapp 100 jedoch mehr als 25 Prozent weniger. Dazu zählen der Besitz von einem Gramm Haschisch ebenso wie der Verkauf von mehreren Kilo.

Erstmals erfasst die Statistik der Polizei auch von Flüchtlingen begangene Straftaten gesondert, allerdings für Lehrte und Sehnde gemeinsam. Von den gut 3000 aufgeklärten Delikten wurden - ohne ausländerrechtliche Verstöße wie Aufenthalt in einem anderen Landkreis - 190 von Flüchtlingen begangen. Den höchsten Anteil hat dabei das Erschleichen von Leistungen, wozu unter anderem das Schwarzfahren zählt.

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