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Neues Baugebiet für Ahlten kommt auf den Weg

Lehrte Neues Baugebiet für Ahlten kommt auf den Weg

Ahlten bekommt ein neues Baugebiet: An der Hannoverschen Straße sollen bis zu 100 Wohneinheiten, überwiegend in Mehrfamilienhäusern, geschaffen werden. Ortsrat und Bauausschuss haben dem Konzept bereits zugestimmt.

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Auf der grünen Fläche zwischen der Backhausstraße und der Hannoverschen Straße soll das neue Wohngebiet entstehen.

Quelle: privat

Ahlten. Das künftige Wohngebiet liegt östlich des Grevenweges zwischen Backhaus- und Hannoverscher Straße. Es umfasst knapp fünf Hektar und soll zwischen 40 und 50 Wohnungen in zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern aufnehmen. Außerdem sind 18 Reihenhäuser sowie 35 Einzel- und Doppelhäuser auf Grundstücken zwischen 470 und 700 Quadratmetern geplant. Ein Grundstück soll für einen Kindergarten freigehalten werden. Die westlich des Grevenweges anschließende Fläche soll nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls für Wohnbebauung genutzt, jedoch von einem Privatanbieter erschlossen werden.

Ahlten ist zwar von Landes- und Bundesstraße sowie von zwei Bahnstrecken an drei Seiten umschlossen, aber nach einem Gutachten werden die Orientierungswerte für die Lärmbelastung in dem als Bauland vorgesehenen Areal tagsüber eingehalten. Nachts wird es jedoch durch die Bahn zu laut, so dass Wände und Fenster speziell gedämmt werden müssen.

Eine Versickerung des Regenwassers ist laut Stadtverwaltung nicht möglich. Um Überflutungen bei starken Niederschlägen zu vermeiden, müssen deshalb zwei Regenrückhaltebecken angelegt werden. Nach Angaben von Fachgebietsleiter Christian Bollwein könnte es wegen der erheblichen Höhenunterschiede innerhalb des Geländes erforderlich werden, das Wasser teilweise mit Pumpen zu den Becken zu befördern.

Am Ostrand ist zur Eingrünung ein zehn Meter breiter Streifen mit Bäumen vorgesehen. Das reicht jedoch nicht aus, um den Eingriff in die Natur durch die Versiegelung von großen Flächen auszugleichen. Deshalb müssen weitere Maßnahmen außerhalb des Baugebiets erfolgen.

Wenn auch der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 29. März zustimmt, kann die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden beginnen, bei der jedermann Bedenken und Anregungen vorbringen kann. Noch in diesem Jahr könnte der Satzungsbeschluss für das Neubaugebiet gefasst werden. In etwa einem Jahr würden die Erschließungsarbeiten auf dem Gelände an der Hannoverschen Straße beginnen. Die ersten Häuser könnten dort frühestens im Herbst 2018 entstehen.

Die Nachfrage ist sehr groß

Der Ortsrat in Ahlten hat die Pläne für das Baugebiet, das dem größten Ortsteil der Stadt Lehrte rund 250 Neubürger bescheren könnte, einhellig begrüßt. Denn die Nachfrage im Dorf sei sehr groß, betonte Ortsbürgermeisterin Heike Koehler: "Viele Leute rufen mich an und fragen, wo sie bauen können." Mehrere Redner machten in der jüngsten Sitzung im Ortsrat aber auch deutlich, dass die Infrastruktur in der Ortschaft mit der Bevölkerungsentwicklung mithalten müsse. Dazu gehöre eine räumlich adäquat ausgestattete Grundschule ebenso wie ausreichende Angebote in Sachen Jugendpflege und Kultur. "Das muss alles mitwachsen", forderte ein Zuhörer.

Ortsratsherr Jörg Posenauer (CDU) forderte, dass die Kita im Baugebiet rechtzeitig gebaut werden müsse. Ansonsten gebe es für die Familien, die nach Ahlten zögen, nicht genug Betreuungsplätze. Timo Bönig (SPD) betonte, dass Ahlten eine "gute Struktur" habe und es wichtig sei, in der Dorfentwicklung nun "den nächsten Schritt" zu machen.

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Die rund 100 Wohneinheiten sollen vorwiegend in Mehrfamilienhäusern untergebracht werden.

Quelle: Stadt Lehrte

Von Thomas Böger und Achim Gückel

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