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QR-Code bringt Martin Luther näher

Lehrte QR-Code bringt Martin Luther näher

Martin Luther ist zurzeit in aller Munde - steht doch der 500. Jahrestag der Reformation bevor. In einer Ausstellung in der Nikolauskirche im Alten Dorf in Lehrte kann man sich jetzt der historischen Figur nähern. Stellwände mit Informationen und ein Quiz machen Luther und seine Zeit verständlicher.

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Angelika Thomaier (von links), Edith Gollnow und Hannelore Schröder schauen sich die Luther-Ausstellung in der Nikolauskirche an.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Die Reformation begann 1517 zwar in Wittenberg, breitete sich von dort aus aber schnell aus. Vielleicht ist es deswegen recht sinnbildlich, dass die Matthäusgemeinde, die zurzeit in der kleinen Nikolauskirche ihre Sommergottesdienste feiert, das Material der Ausstellung aus den USA bezogen hat. "Deswegen trägt sie auch einen englischen Titel", erklärte Traute Wulf von der Matthäusgemeinde das englische "Here I am" auf dem Plakat über dem Kircheneingang. Es bezieht sich auf Luthers Ausdruck "Hier stehe ich und kann nicht anders." Gewundert habe sie die Herkunft der Ausstellung aber doch, sagte Wulf, denn in Amerika gebe es gar nicht so besodners viele Lutheraner.

Die 24 Stelltafeln im Kirchenschiff sind allerdings in deutscher Sprache. Auf ihnen stehen Daten und Fakten aus Luthers Leben. Ein Quiz regt dazu an, sich näher mit den Tafeln zu befassen. Gefragt wird etwa danach, was Ablässe waren und wer sie bezahlte, oder wie viele Lutherdenkmäler es weltweit gibt. Das Quiz sei so gestaltet, dass es auch Jugendliche anspricht, meinte Wulf. Es kann per App und QR-Code mit dem Smartphone beantwortet werden, aber auch ganz klassisch mit Papier und Stift. 

Aus Sehnde waren jetzt Hannelore Schröder, Angelika Thomaier und Edith Gollnow in die Osterstraße gekommen. "Nicht so sehr wegen Luther", gestand Schröder. Sie wollte mal wieder in die Nikolauskirche. "Ich habe als Kind hier gewohnt und bin auch im Förderverein." Edith Gollnow kann auch nicht mehr so viel mit dem Reformator anfangen. "Ich war zwar schon auf der Wartburg, aber als ich Luthers Meinung über Juden hörte, habe ich ihn eigentlich abgehakt." Die Ausstellung in der Nikolauskirche soll nun dabei helfen, auch eine solche Haltung gegenüber dem Reformator zu ändern.

Die Ausstellung in der Nikolauskirche ist in den Sommerferien sonnabends von 15 bis 17 Uhr und nach den Gottesdiensten zu besichtigen.

Von Michael Schütz

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