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Bürgerforum will "Lästigkeitsschwelle antasten"

Lehrte Bürgerforum will "Lästigkeitsschwelle antasten"

Die Zusage der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch in Lehrte, sich weiter etwa für mehr Lärmschutz an Bahnstrecken einzusetzen, macht dem Infrastrukturforum StARK einerseits Mut. Doch die Frage sei, wieweit dies über die Bundestagswahl hinaus Bestand habe.

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An der Bahnschranke in Aligse hat fast schon jeder Lehrter viel Zeit mit Warten verbracht.

Quelle: (Archiv)

Lehrte. "Ich hoffe, dass nach der Wahl nicht alles über den Haufen geworfen wird", sagt Udo Rösler, Sprecher der Initiative StARK (für Steinwedel, Aligse, Röddensen, Kolshorn). Bei der Alpha-E-Trasse, dem Ausbau und der Verdichtung bestehender Bahnstrecken, soll betroffenen Kommunen und Bürgerinitiativen mehr Mitspracherecht eingeräumt werden. Insgesamt fühle er sich bei den Politikern von der SPD und auch den Grünen gut aufgehoben und meine, ein "echtes Interesse" herausgehört zu haben. Diese hätten sich etwa im Gegensatz zur CDU klar positioniert und beim Ausbau der Alpha-E-Trasse für Verbesserungen über das gesetzliche Mindestmaß hinaus ausgesprochen. "Beim Thema Lärmschutz muss nicht nur bei neuen, sondern auch an bestehenden Strecken mehr Vorsorge getroffen werden."

Zudem habe die verkehrspolitische Sprecherin Kirsten Lühmann zugesagt, dass sich die SPD im Bund beim sogenannten Eisenbahn-Kreuzungsgesetz dafür einsetzen will, aus Kann-Bestimmungen verbindliche Gesetze zu machen. Dazu gehört etwa die Kostenübernahme für Unter- oder Überführungen an Kreis- und Gemeindestraßen, um Siedlungsbeziehungen zu sichern. In Lehrte ist dies durch die Bahnschranke zwischen Aligse und Steinwedel ein Dauerthema. StARK hatte die Schließzeiten im Sommer mit der Stoppuhr festgehalten: Innerhalb von 24 Stunden waren die Schranken insgesamt gut 9 Stunden geschlossen.

 Dennoch gibt sich Rösler keinen Illusionen hin und weiß, das man der Bahn Zugeständnisse auch weiterhin abringen muss. "Man muss die Lästigkeitsschwelle antasten", sagt er in Anspielung auf eine Äußerung von Anton Hofreiter, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, der kürzlich in Lehrte war. Die Bürgerinitiative MegaLeise, die den Bau des Containerterminals Megahub in Ahlten begleitet, hatte der Bahn wiederholt vorgeworfen, mit falschen Zahlen etwa beim Lärmschutz zu tricksen.

Für Rösler ist es für die Zukunft wichtig, dass die gesamte Bahnstrecke von Ahlten bis Burgdorf-Ehlershausen in den Blick genommen wird. Die Vereinbarungen zur Alpha-E-Trasse böten auch Chancen, was das Mitspracherecht angehe. Ziel sei es, alle örtlichen Bundestagsabgeordneten an einen Tisch zu bekommen, um dann mit einer Stimme sprechen zu können.

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Der Lärm an der Bahnstrecke ist für Einwohner aus Steinwedel, Aligse, Röddensen und Kolshorn ein zentrales Thema.

Quelle: Gückel (Archiv)

Von Oliver Kühn

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