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Janotta inspiriert das wahre Leben

Lehrte Janotta inspiriert das wahre Leben

Zum Schreiben für Kinder kam Anja Janotta, als sie für ihre Tochter ein Buch suchte, in dem eine Mädchen mit Legasthenie die Hauptrolle spielt und keines fand. Auch in "Der Theoretikerclub" flicht sie wahre Begebenheiten ein. Das erfuhren die Sechstklässler des Lehrter Gymnasiums bei einer Lesung.

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Die Journalistin und Autorin Anja Janotta liest vor den Sechstklässlern des Gymnasium Lehrte aus ihrem Buch "Der Theoretikerclub".

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. "Kennt ihr diese Freundschaftsbücher? Bei mir stand da unter dem Punkt 'das will ich werden' immer 'Schriftstellerin'", erzählte die in München wohnende Autorin: "Aber meine Mutter sagte: 'davon kannst du nicht leben'- also wurde ich Journalistin." Ihr erstes Buch schrieb sie vor vier Jahren in nur sechs Wochen. "Und weil das meiner Tochter gewidmet war, wollte mein Sohn dann auch ein Buch." Auch wenn er jetzt nicht mehr unbedingt mit Linus, einem der Mitglieder des "Theoretikerclub" verglichen werden wolle: "Der hat schon ganz schön viel von ihm. Besonders die Sprüche", erklärt die Autorin humorvoll.

Janotta genießt nicht nur das Schreiben, sondern auch den Kontakt und den Austausch mit ihren jungen Lesern. Das war ihr den drei Lesungen, die sie auf Initiative von Ingrid Klug, der Leiterin der Stadt- und Schulbibliothek Lehrte absolvierte, deutlich anzumerken. "Wir machen ein Quiz, die eine Hälfte von euch sind die Theoretiker, die anderen die Praktiker", nahm sie die Jungen und Mädchen schnell mit.

Sie wollte etwa wissen, was ein echter Nerd so braucht - das wusste jeder. Eine Nerdbrille, komische T-Shirts, seltsames Spezialwissen. Und bestenfalls einen Praktiker an seiner Seite. Auch wenn die Theoretiker knapp gewannen, Bonbons gab es schließlich für alle.

Im Roman von Janotta sähen Linus, Albert und Roman - die in der Theorie ausgesprochen genialen Mitglieder des Theoretikerclubs -  ohne Knut allerdings ziemlich alt aus. Das zeigte sich an bmehreren Beispielen, die Janotta den Schülern vortrug.

Die Intention von Bibliotheksleiterin Klug, Lust aufs Lesen zu machen und bei Jugendlichen für die Bücherei zu werben, dürfte mit dieser Veranstaltung locker aufgegangen sein. Und all jene, die sich selbst im Schreiben versuchen, spornte Janotta an, ja nicht aufzuhören: "Selbst wenn es euch nicht mehr gefällt, werft es nicht weg. Später werdet ihr sehen, dass die Ideen meist doch ziemlich gut waren."

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Von Sandra Köhler

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