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Jungstörche trotzen Kälte und Nässe

Lehrte Jungstörche trotzen Kälte und Nässe

Regen und Kälte haben Jungstörchen in diesem Jahr vielerorts zugesetzt. Etliche Tiere haben nicht überlebt - in Steinwedel und Arpke sind dagegen alle Jungstörche durchgekommen. Von den drei Storchenkindern in Sievershausen hat es zwar nur eins geschafft, aber dafür wurde im Nest auf der Kirche nach 17 Jahren überhaupt erstmals wieder gebrütet.

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Die drei Jungstörche in Steinwedel entwickeln sich prächtig. Das stärkste Jungtier in der Mitte des Nestes schlägt schon kräftig mit den Flügeln. Den Altstorch (rechts) scheint das allerdings nur wenig zu interessieren.

Quelle: privat

Steinwedel/Arpke/Sievershausen. Auf dem Kamin der Sakristei in Sievershausen hatte seit 1999 kein Storchenpaar mehr Nachwuchs großgezogen. Dass das Nest nun wieder besetzt ist, überrascht Reinhard Löhmer, Beauftragter für die Weißstörche in der Region Hannover, daher umso mehr. "Der Lebensraum ist dort ja nicht besser geworden, aber wenn der Populationsdruck hoch ist, werden die Nester wieder besetzt."

Zwei der drei Jungstörche haben jedoch nicht überlebt. Schuld sind vor allem der Starkregen Ende Mai und zu viel Niederschlag im Juni. "Die Jungtiere verklammen, reagieren apathisch und werden dann von den Eltern aus dem Nest geworfen", erklärt Löhmer.

In Arpke sind auf dem Kirchendach derweil trotz der widrigen Wetterbedingungen alle vier Jungstörche wohl auf. "Einer fliegt schon", hat Löhmer beobachtet. Nichtsdestotrotz kämen die Vögel anfangs immer noch zum Nest zurück, um dort zu schlafen und sich von den Eltern füttern zu lassen. Auch der Arpker Hobbyfotograf Peter Löhr ist begeistert: "Das hat es hier seit fünf Jahren nicht gegeben."

Das erste Küken sei am 21. April geschlüpft, hat Löhr beobachtet. Arpke gehöre zu den drei Nestern in der Region Hannover, in denen trotz der widrigen Wetterbedingungen vier Junge großgezogen worden seien. "Morgens fliegen die vier Jungstörche schon einmal gemeinsam aus und spazieren dann über Straßen und Felder." Auch in Immensen habe er drei Jungstörche im Nest gesehen.

Steinwedels Storchennachwuchs am Paradiesweg entwickelt sich ebenfalls prächtig. Die drei Vögel sind etwas jünger als die Arpker Jungstörche. Hobbyfotograf Bernd Moßmann hat sie bei ihrer Gefiederpflege fotografiert. Der stärkste der drei kleinen Störche schlägt auf dem Bild sogar schon kräftig mit den Flügeln, um seine Muskeln zu trainieren.

Dass in Steinwedel alle drei Storchenkinder durchgekommen sind, führt Löhmer auf die Eltern zurück. "Die müssen schon älter und länger zusammen sein und somit Bruterfahrung haben. Sie wüssten anders als jüngere unerfahrene Storchenpaare genau, was in schwierigen Situationen zu tun ist, und ihren Nachwuchs etwa besser gegen Regen und Kälte abschirmen.

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Vier Jungstörche sind im Nest auf dem Arpker Kirchendach groß geworden. Das gab es seit fünf Jahren nicht mehr, meint der Hobbyfotograf Peter Löhr.

Quelle: privat

Von Katja Eggers

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