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Kinderschutzbund fehlen Lehrer für Sprachkurse

Lehrte Kinderschutzbund fehlen Lehrer für Sprachkurse

Der Ortsverband Lehrte des Deutschen Kinderschutzbundes (KSB) hat stets offene Ohren und Türen für Jugendliche. Mehr als 1500 Stunden haben die Ehrenamtlichen 2016 investiert - doch den Bedarf nach Förderkursen für Deutsch als Zweitsprache konnten sie trotz aller Bemühungen nicht decken.

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Andrea Riesch leitet das SchülerInnenbüro des Kinderschutzbundes in Lehrte.

Quelle: privat

Lehrte. Nicht alles, was gewünscht wird, lasse sich auch umsetzen, ist im Jahresbericht nachzulesen. Im Oktober 2015 waren entsprechende Sprachkurse an den Grundschulen Süd und An der Masch eingeführt worden und konnten dank der Unterstützung der Lehrter Firma Helma Eigenheimbau auch über das ganze vergangene Jahr hindurch fortgeführt werden. Doch an der Albert-Schweitzer-Schule ließ sich das Angebot trotz verstärkter Bemühungen um geeignete Lehrkräfte nicht weiter aufrecht erhalten. Aus dem gleichen Grund konnten an durchaus interessierten Grundschulen in zwei weiteren Ortsteilen keine zusätzlichen Kurse eingerichtet werden.

Einen leichten Einbruch erlebten die Mitarbeiter der Hausaufgabenhilfe, die montags bis donnerstags nachmittags jeweils drei Stunden lang angeboten wird. Täglich eine Honorarkraft und zweimal wöchentlich zusätzlich eine Ehrenamtliche fördern dabei maximal drei fest angemeldete Kinder pro Mitarbeiter individuell. Ziel ist es, Defizite abzubauen, Lerntechniken zu vermitteln und Kompetenzen zu stärken. Nach Werbung an den Schulen stieg die Anzahl der Teilnehmer aber wieder an. Kinder werden sowohl von ihren Eltern angemeldet, aber auch von Schulen, dem Flüchtlingsnetzwerk Lehrte hilft und den Lernfüchsen des DRK vermittelt. Bis zur dezentralen Unterbringung der in der Flüchtlingsunterkunft Everner Straße lebenden Familien gab es dort sogar eine spezielle Hausaufgabenhilfe.

Aber auch wer nur einen Rat benötigt, sein Herz ausschütten oder einfach am Schulzentrum nicht im Regen stehen will, um auf den Bus zu warten, ist im SchülerInnenbüro an der Südstraße gut aufgehoben. Es ist an allen Schultagen von 12.15 bis 13.30 Uhr geöffnet, dort gibt es Getränke, Quarkbrot, Obst und Gemüse für die jungen Besucher ebenso wie Verschwiegenheit. Auch der Hort An der Masch wird vom KSB geführt, die Mitarbeiterinnen betreuen im Schnitt 37 Kinder in zwei Gruppen.

 Darüber hinaus gibt es viele Angebote: Freizeitaktivitäten stehen im Mittelpunkt des Freitagsclub, der von zwei bis zehn Kindern im Alter ab acht Jahren genutzt wird. Dazu kommen Koch- und Backaktionen, Spiele oder Holzarbeiten mit dem Brennkolben. Der Kinderschutzbund beteiligt sich auch an der Feriencard der Stadt, am Maifest, dem Drachenfest zum Weltkindertag und am Kunstforum.

Von Sandra Köhler

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