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Kirchenorgel droht Schimmel

Immensen Kirchenorgel droht Schimmel

Die Luftfeuchtigkeit in der St.-Antonius-Kirche setzt der dortigen Orgel mächtig zu. „Sie kondensiert und schlägt sich nieder“, benennt Pastor Martin von Brück das Grundproblem. Insbesondere auf organischen Materialien wie Holz, Leder und Filz führt das zu Schimmel.

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Pastor Martin von Brück an seinem Sorgenkind: der Orgel in der Immenser St. Antoniuskirche.

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. „Das kann von hellen, staubähnlichen Partikeln bis hin zu in den Orgelpfeifen blühendem Pilzen gehen“, skizziert der Pastor das mögliche Ausmaß. Wenn dem Befall nicht mit einer professionellen Reinigung zu Leibe gerückt werde, könne das Instrument nachhaltig geschädigt werden. Gefahr für die Kirchenbesucher bestehe jedoch nicht.

Mittlerweile habe eine Orgelbaufirma bereits eine grobe Reinigung vorgenommen. Doch damit sei es langfristig nicht getan. Um das Instrument auf Dauer spielfähig zu erhalten, müsse es wohl ausgebaut und komplett zerlegt werden, sagt von Brück.

Das mögliche Vorgehen sei ähnlich wie nach dem Brand, der die Immenser Kirche vor einigen Jahren schädigte. „Damals wurde jede Pfeife einzeln gebadet.“ Das sei aber sicher so teuer, dass die Gemeinde auf Zuschüsse und Spenden angewiesen sei: „Der normale Bauetat wird das nicht decken können“, meint von Brück.

Schimmelbildung in Orgeln, das ist kein Phänomen, von dem allein die Immenser Kirche betroffen ist. Seit Jahren sei das in ganz Deutschland Thema, bestätigt Julia Meinecke vom Amt für Bau- und Kulturpflege in Celle: „Schuld ist der Klimawandel mit heißen, schwülen Phasen, die bis zu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in Kirchen bewirken.“ Wenn zur Feuchtigkeit noch Staub komme, sei Schimmelbildung oft die Folge.

Der für den Kirchenkreis Burgdorf zuständige Orgelsachverständige Martin Ehlbeck hatte den Befall in Immensen im Frühjahr 2014 entdeckt. Seither überwacht das Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannover sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch die Temperaturen im Kirchenraum.

Nach der Auswertung der Daten soll ein auf die individuellen Gegebenheiten der St.-Antonius-Kirche abgestimmtes Konzept erstellt werden. Mit einer speziellen Belüftung will man dann das Problem in den Griff bekommen.

Eine praktische Umsetzung macht aufgrund der hohen Kosten jedoch im Fall der ohnehin notwendigen Sanierung der Kirche Sinn. Diese ist jedoch ohne finanzielle Unterstützung der Landeskirche und des Kirchenkreises Burgdorf nicht zu realisieren.

Sandra Köhler

Kirche will Mikrofone erneuern und sammelt

Der Arbeit des Diakonischen Werks und einer Erneuerung der Mikrofonanlage in der Kirche soll das Geld zugutekommen, das bei der Haussammlung im September eingeworben wurde. Aufgrund des vielen Holzes in der St.-Antonius-Kirche sei die Akustik „recht trocken“, meint Pastor Martin von Brück. Das mache es insbesondere Gemeindemitgliedern mit Hörproblemen schwer, die Predigten angemessen zu verfolgen. „Wir haben zwar eine Mikrofonanlage – aber die ist in die Jahre gekommen.“ Zudem würden die Rechte für die Funkfrequenzen der derzeit gültigen Verordnung für nicht öffentlichen mobilen Landfunk zum Ende des Jahres auslaufen, meint von Brück. Die Induktionsleitung, über die Schwerhörige mittels einer bestimmten Einstellung ihres Hörgerätes besser hören konnten, funktioniere mit den neueren Geräten nicht mehr, sagt von Brück. Die extra eingerichteten Plätze mit Kopfhörern seien von den Senioren nicht gut angenommen worden. Um hier für echte Abhilfe zu sorgen, soll die Anlage erneuert werden.

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