Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Der Mann mit der mörderisch spitzen Feder

Lehrte Der Mann mit der mörderisch spitzen Feder

Der bekannte Autor der sogenannten Ostfriesenkrimis, Klaus Peter Wolf, hat in der Alten Schlosserei in Lehrte aus einem seiner Bücher gelesen und allerhand über seine Arbeit erzählt. Er tat dies ausgesprochen humorvoll und hintergründig. Die Lesung war ausverkauft.

Voriger Artikel
Wohnmobil-Stellplätze: Stadt bekommt Hilfe
Nächster Artikel
PCB steckt in Wänden und Dichtungen

Mit Genuss beschrieb Klaus Peter Wolf seine Helden aus dem Roman "Ostfriesenschwur" und haucht ihnen bei der Lesung in der Alten Schlosserei viel Leben ein.

Quelle: Susanne Hanke

Lehrte. Kolbenfüller sind brutal. Und Patronenfüller haben Witze auf Lager. So klingen die humorigen, fast schrulligen Weisheiten von Krimi-Autor Klaus Peter Wolf. Er beschreibt damit seine Arbeitsgeräte, denn seine Romane schreibt der Mann stets mit schwarzer Tinte und mörderisch spitzer Feder in eine Kladde.

Verraten hat Wolf das alles am Mittwochabend bei seiner Lesung in der Alten Schlosserei. Dorthin war das Publikum geradezu in Scharen gepilgert. Schon vor Wochen war der Abend mit dem Erschaffer der Ostfriesen-Krimis ausverkauft gewesen.

Im Moment schreibt Wolf am letzten Drittel seines elften Bandes seiner Reihe um die smarte Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen. Aber mehr als den Titel „Ostfriesentod“ erfährt an diesem Abend niemand. Mit Genuss jedoch schildert Wolf seine fiktiven Helden der Serie, für die reale Personen seiner Nachbarschaft Pate gestanden haben.

Besonders die Figur des Maurers Peter Grendel sei ihm ans Herz gewachsen, sagt Wolf. Es sei wichtig, Handwerker wieder in den Fokus zu rücken, die stolz darauf seien, ehrliche Arbeit zu leisten. Das Vorbild für die Romanfigur Peter Grendel habe er beim Grillen in Nachbarn kennen gelernt, verrät Wolf: „Ein Kerl wie ein Baum mit Händen wie Bratpfannen.“

In der Galerie liest Wolf aus seinem Roman „Ostfriesenschwur“. Seine sanfte, leise Stimme wird urplötzlich bollerig, wenn er als rüder Kommissar Rupert harsche Worte in den Saal schleudert. Das Spiel mit den Emotionen beherrscht Wolf grandios. Lachen und Grusel, der Autor lotet die ganze Bandbreite menschlicher Reaktionen aus.

Das Publikum genießt den Abend. Und es hat ganz am Schluss auch ein beklommenes Gefühl. Denn Wolf kündigt verschmitzt an, dass sein neuer Roman noch nicht fertig sei und der Mörder noch frei herumlaufe.

Von susanne Hanke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.