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Kleine Verbesserungen fallen kaum auf

Lehrte Kleine Verbesserungen fallen kaum auf

Der große Wurf für das Bahnhofsumfeld steht zwar noch aus: Doch im Bahnhof selbst hat die Stadt bereits für rund 50 000 Euro Renovierungsmaßnahmen umgesetzt - auch wenn diese vielen Fahrgästen gar nicht auffallen.

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Der Bahnhofstunnel: Die Stadt hat nicht nur in Deckenklappen, sondern auch in brandsichere Papierkörbe und neue Aufzugtüren investiert. Kühn (3)

Quelle: Kühn

Lehrte. Der Löwenanteil des Geldes ist in zwei neue Türen für einen der Aufzüge geflossen. „Das ist immer eine teure Angelegenheit“, sagt Markus Baumgarten, Leiter des städtischen Fachdienstes Straßen und Verkehr. Die Aufzüge sind häufig Ziel von Vandalismus, etwa indem die Lichtschranken zugeklebt werden. Eine Videoüberwachung wäre zwar sinnvoll, aber auch sehr teuer. Denn die Aufnahmen müssten von einer externen Firma wie einer Schließgesellschaft kontrolliert werden. „Und die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu erwischen, ist gering“, sagt Baumgarten.

Doch die Aufzugtüren waren auch alt und „abgängig“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Dies hatte auch der TÜV kritisiert und deshalb neue gefordert. Inzwischen sind die neuen Türen eingebaut und verfügen jetzt auch über einen Einklemmschutz, wenn jemand den Fahrstuhl betritt, während sich die Türen bereits schließen.

Weiterhin sind auch mehrere Papierkörbe entfernt und durch brandsichere Behälter ausgetauscht worden. Immer wieder war an den Mülleimern gezündelt worden. Auch der alte Waschbeton darunter wurde durch ein Pflaster ersetzt, was Reinigungsarbeiten erleichtert, wenn Unrat daneben fällt. Diese kosten pro Stück immerhin 300 Euro.

Ebenfalls eingebaut sind sechs neue Klappen in der hölzernen Deckenvertäfelung im Tunnel. Die 80 mal 80 Zentimeter großen Öffnungen können für Kontrollen von Leitungen unterhalb der Gleise geöffnet werden. Denn alle fünf Jahre ist eine große Überprüfung fällig. „Künftig brauchen wir deshalb nicht mehr so große Teile der Holzdecke zu öffnen“, verdeutlicht Baumgarten. Auch die Holzdecke selbst ist den Brandschutzprüfern ein Dorn im Auge, doch ob und wann diese ausgetauscht wird, ist noch nicht entscheiden.

Das gilt auch für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Baumgarten könnte sich barrierefreie Zugänge ohne Aufzüge zum Bahnhof vorstellen und etwa Parkplätze hinter dem Bahnhof, wo jetzt Fahrräder abgestellt werden. Das Grundstück gehöre aber der Bahn, die Stadt habe es nur für die Park-and-ride-Anlage gepachtet. Baumgarten kann sich vorstellen, dass für eine große Lösung ein Architektenwettbewerb initiiert wird.

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