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Klinikum muss Konzept erstellen

Lehrte Klinikum muss Konzept erstellen

Die Schließung des Lehrter Krankenhauses ist zwar erstmal vom Tisch. Doch die Klinikums-Geschäftsführung hat nun eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie muss ein Konzept erstellen, in dem die Häuser in Lehrte und Burgwedel erhalten bleiben und das vom Land mitgetragen wird.

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Das Krankenhaus Lehrte bleibt erhalten und wird sogar mit dem neuem Schwerpunkt Altersmedizin noch ausgebaut.

Quelle: kühn

Lehrte. Der Erfolg hat viele Väter, sagt ein Sprichwort. Das bestätigen einmal mehr die SPD und die CDU nach ihrer gemeinsamen Entscheidung in der Regionsversammlung, das Lehrter Krankenhaus nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. Als gute Demokraten könnten sie sich nun die Hände schütteln, gemeinsam im Sinne der Bürger entschieden zu haben. Doch jetzt wird darüber gestritten, wer sich diesen Erfolg auf die Fahnen schreiben darf. Es ist schließlich Wahlkampfzeit.

Die CDU hat immer gesagt, dass das Krankenhaus an der Manskestraße für eine wohnortnahe Grundversorgung erhalten werden müsse. Das ist für eine Oppositionspartei auch ein volksnahes Top-Thema, weil emotional besetzt und mit Auswirkungen bis in die Wahlkabine. Dass die Stimmenverluste der SPD bei der Bürgermeisterwahl in Springe auch auf die Schließung des dortigen Klinikums zurückgehen, scheint plausibel.

Auch die Lehrter SPD hatte von vornherein den Erhalt des Standortes gefordert – anders, als viele Genossen in der Regions-SPD, die eher das gesamte Umland, als einen einzigen Standort im Visier hatten. Offenbar haben neben Springe erst viele Gespräche hinter den Kulissen und 12.000 Unterschriften das Meinungsbild geändert.

Nächster Knackpunkt wird die Finanzierung, natürlich. Im Moment kann sich die Lehrter Politik leicht dafür feiern lassen, dass die Regionsversammlung den Weg des resoluten Sparens einstweilen verlassen hat. Auf Dauer wird sie das jedoch nur können, wenn das Land die Kosten für die abgespeckte Klinikreform übernimmt. Ansonsten steht die Diskussion über die Schließung von Standorten in einigen Monaten wieder an.

Die Klinikums-Geschäftsführung hat nun eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie muss ein Konzept erstellen, in dem die Häuser in Lehrte und Burgwedel erhalten bleiben und das vom Land mitgetragen wird. Den Lehrtern wäre zu wünschen, dass das gelingt.

Von Oliver Kühn

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