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Kolumbienhilfe sammelt eine Million Euro

Lehrte Kolumbienhilfe sammelt eine Million Euro

In den 40 Jahren ihres Bestehens hat die Kolumbienhilfe der katholischen St. Bernwardgemeinde rund eine Million Euro gesammelt - und seitdem viele Projekte in dem südamerikanischen Land erfolgreich umgesetzt.

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Felicitas Steunke verkauft Erdbeermarmelade für die Kolumbienhilfe.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Lehrte. Müde geworden sind die Mitglieder aber keineswegs: Im nächsten Jahr wollen sie vielmehr erstmals einen Jugendaustausch auf die Beine stellen.

Seit vier Jahrzehnten engagieren sich ehrenamtliche Helfer der Pfarrgemeinde St. Bernward für arme Bevölkerungsschichten in Kolumbien. Schritt für Schritt sorgten die rund 20 Aktiven für bessere Lebensumstände der Familien: Angefangen hatte die Hilfe mit dem Bau einer Brücke. Seitdem können die Bewohner des Bergdorfs Altamira den Markt sowie das Krankenhaus schneller erreichen. Dieses größte Projekt wurde 1993 auch von der Bundesregierung unterstützt. Zum 40-jährigen Bestehen besucht heute Abend Bischof Omar die Pfarrgemeinde und berichtet von seiner Arbeit in Kolumbien.

Es folgten die Finanzierung des Schulessens in Altamira und die Anschaffung eines Lastwagens, der für mehr Mobilität der Bevölkerung sorgt. Am Anfang wurden auch etliche Pakete mit Kleidung und Strickwaren versandt. „Weiterhin sollen Kinder Hörgeräte aus Deutschland erhalten“, sagte der zweite Vorsitzende Christoph Behrensdorf.

Neu geplant ist ein Jugendprojekt - ein Jugendaustausch: „Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis für die jeweils andere Kultur, das Zusammenleben und Arbeiten zu verbessern“, kündigte der Vorsitzende Werner Mellentin gestern beim traditionellen Kolumbientag im Gemeindehaus der St.-Bernward-Kirche an.

Vorgesehen ist, die jungen Menschen nach Deutschland einzuladen. Die etwa 16-jährigen Südamerikaner sollen in Familien untergebracht werden. Das Programm sieht bei dem Aufenthalt Besuche von Schulen, Arbeitsstätten und Kulturveranstaltungen vor. Zudem sollen die jungen Kolumbianer das Alltagsleben, interessante Freizeit- und kirchliche Angebote kennenlernen. Zugleich sollen aber auch die Gastfamilien mehr über die Lebensumstände der Jugendlichen aus Altamira, einer armen Bergregion Kolumbiens, erfahren.

Die Planung ist eine Sache - die Realisierung eine andere. „Allein der Flug kostet für alle 10 000 Euro“, sagte Mellentin. Seinen Angaben zufolge finanziert das Bistum Hildesheim bereits die Hälfte. Deshalb ist der Verein auf weitere Spenden angewiesen, um das geplante Vorhaben im nächsten Jahr umsetzen zu können.

Wer etwas spenden möchte, kann sich an den Verein unter Telefon (01 72) 4 36 94 74 wenden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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