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Trendsportarten sind besonders interessant

Lehrte Trendsportarten sind besonders interessant

Zum ersten interkulturellen Sporttag hatten am Sonnabend der Lehrter SV (LSV) und der Regionssportbund eingeladen. Rund 60 Kinder probierten sich in der Vierfeldhalle am Südring in verschiedenen Sportarten aus. Die wenigsten der angemeldeten Kinder waren allerdings aus Flüchtlingsfamilien.

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Quentin (11) springt beim Parkour über Bänke und Böcke.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Gerade den Neuankömmlingen der letzten beiden Jahre sollte mit dem neuen Angebot eigentlich ein Weg der Integration angeboten werden, wie Organisatorin Nina Sievers vom LSV betonte. "Unsere Integrationsbeauftragte Bärbel Strote ist dafür in die Flüchtlingsheime gegangen und hat den Sporttag dort bekannt gemacht", sagte sie. Allerdings sei unter den Teilnehmern nur eine einstellige Zahl Flüchtlingskinder gewesen. Es hätten sich aber mehr angemeldet. Sievers vermutete, dass solche Anmeldungen in den Herkunftsländern nicht so verbindlich seien wie hierzulande.

Die Kinder, die gekommen waren, zeigten sich sehr interessiert an dem, was die Übungsleiter in und um die Sporthalle anboten. Handball und Klettern waren für den elfjährigen Quentin aus Sehnde die Höhepunkte. Der neunjährige Elias aus Lehrte hatte auch viel fürs Klettern übrig, wollte aber auch das eher spielerische Wikingerschach ausprobieren.

Besonders angetan hatte es den beiden allerdings die Trendsportart Parkour, bei der vor allem Jugendliche in den Städten ohne Hilfsmittel vorhandene architektonische Hindernisse wie Mauern oder Vorsprünge überwinden. In der Halle hatte Übungsleiter Jannik Engling dafür Böcke, schiefe Ebenen und andere Hindernisse aufgebaut. "Wir wollen den Kindern auch außergewöhnliche Sportarten außerhalb des LSV-Angebots zeigen", sagte der Student.

Schon eher traditionell dagegen war die Abteilung Karate. Dennis Dessau zeigte den Kindern die fernöstliche Kampfsportart mit viel Geduld, denn der Sport braucht eine gewisse theoretische Vorbereitung, für die manche Kinder nicht immer die nötige Konzentration aufbrachten.

Ob ein solcher Sporttag eine regelmäßige Einrichtung wird, vermochte Organisatorin Sievers noch nicht sagen. "Wir werden uns demnächst zusammensetzen und Bilanz ziehen", sagte sie. Vor allem komme es darauf an, ob der Verein auch im kommenden Jahr so genannte Bufdis, Ehrenamtliche des Bundesfreiwilligendienstes, bekommt. Eine Gruppe, die im LSV ihr freiwilliges soziale Jahr absolviert, war in erster Linie für die Organisation des Sporttags zuständig.

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Bufdi Dennis Dessau bringt Marco (8, links) und Jannik (8) den Kampfsport Karate bei.

Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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