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Lastwagenfahrer parken Wohngebiet zu

Lehrte Lastwagenfahrer parken Wohngebiet zu

Lärm, Müll und oft kaum ein Durchkommen: Die Zustände am Gelände eines Autohändlers in der Straße Zur Kreuzeiche in Aligse bringen die Anwohner auf die Palme. Der Ortsrat bezeichnet sie als unhaltbar. Nun hat die Stadt ein bauordnungsrechtliches Verfahren eingeleitet.

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Oft halten ganze Sattelschlepper direkt an den Vorgärten: Wer dann von seinem Grundstück wegfahren will, muss oft warten.

Quelle: Privat

Aligse. Jeden Tag bis zu 500 Fahrzeuge in ihrer Tempo-30-Straße, Sattelschlepper, die vor Ausfahrten parken, Lkw-Fahrer, die in ihren Gespannen übernachten und ihren Müll aus dem Fenster werfen: Seit einem Jahr sei die Situation an der Straße Zur Kreuzeiche unerträglich geworden, sagt Kurt Dröge, der für sechs Anwohnerparteien spricht: "Deshalb fordern wir ein Parkverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen." Gleiches gelte auch für die Nebenstraßen Birkenwinkel und Kuhlkamp.

Das Betriebsgelände des Autohändlers sei viel zu klein, sagt Dröge. Oft würden Autos verbotswidrig auf der Straße umgeladen. Nicht selten benutzten Fahrer deshalb den Gehweg zum Ausweichen bei Gegenverkehr, parkten Autos von Anliegern zu und ließen oft ihren Motor im Stand laufen. "Als ich einen bat, den Motor abzustellen, wurde ich bedroht", sagt eine 47-jährige Aligserin. Zudem hielten sich viele Fahrer nicht an die Lieferzeiten, sondern kämen erst abends nach Betriebsschluss - und parkten dabei die Straße Zur Kreuzeiche zu. Zudem würden dort nicht nur Neuwagen umgeschlagen, sondern inzwischen auch gebrauchte Autos und sogar Unfallwagen.

Der Ortsrat Aligse-Kolshorn-Röddensen steht hinter den Anwohnern. "Das sind unhaltbare Zustände", urteilt Ortsbürgermeister Frank Seger. Die Belastungen für die Anwohner seien groß. Bei der jüngsten Feldmarkreinigung habe man zahlreiche Flaschen und Dosen internationaler Herkunft an der Kreuzeiche gefunden. Er hoffe, dass die Stadt jetzt schnell für Abhilfe sorge.

Das hoffen auch die Anwohner. Sie werfen der Stadt vor, seit den ersten Beschwerden im vergangenen Sommer noch immer nicht tätig geworden sei. Doch das scheint sich jetzt zu ändern. "Die sorgen der Anwohner sind berechtigt, der Zustand ist inakzeptabel", räumt Stadtsprecher Fabian Nolting ein.

Ursprünglich sei nur vereinbart worden, dass die Firma auf dem Lagergelände in dem Gewerbemischgebiet lediglich zu Spitzenzeiten Autos abstellen dürfe. Doch das habe sich jetzt zur Regel entwickelt. "Die Nutzung ist so aber nicht genehmigt, das werden wir nicht dulden", stellt Nolting klar. Die Stadt habe deshalb ein sogenanntes bauordnungsrechtliches Verfahren eingeleitet. Eventuell sei eine neue Baugenehmigung nötig.

Der Betriebshof in der Kreuzeiche gehört seit April dem Autohändler CAT Germany. Er hat das Unternehmen von Wallenius Wilhelmsen Logistics übernommen - was der Stadt bis zur Anfrage des Anzeigers unbekannt war. Die Umfirmierung sei noch nicht bei der Gewerbestelle gemeldet worden. Für eine Stellungnahme zur Situation an der Kreuzeiche war das Unternehmen bis Donnerstag nicht zu erreichen.

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Beim Begegnungsverkehr zweier Lastwagen wird es eng - Gehwege und Seitenstreifen werden dann zur Ausweichstrecke.

Quelle: Privat

Von Oliver Kühn

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