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Arpkerin als Agrar-Scout bei Grüner Woche

Lehrte Arpkerin als Agrar-Scout bei Grüner Woche

Eine Arpkerin ist bei der Grünen Woche in Berlin als so genannter Agrar-Scout im Einsatz gewesen: Laura Pribbernow hat den Messebesuchern die moderne Landwirtschaft näher gebracht und ihnen vom Leben und Arbeiten auf einem familiär geführten Hof berichtet.

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So funktioniert moderne Landwirtschaft: Laura Pribbernow aus Arpke erklärt einem Messebesucher die Technik, mit der Bauern Pflanzenschutzmittel auf die Felder bringen.

Quelle: Privat

Arpke/Berlin. "Ich möchte den Verbrauchern ein realistisches Bild der Landwirtschaft vermitteln", sagt Pribbernow. Die internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau sei dafür die ideale Plattform. Besuchern Rede und Antwort stehen könne am besten jemand aus der Praxis, findet die Arpkerin.

Genau darum hat sie sich für den Job als Agrar-Scout auf der Grünen Woche beworben. Am 22. Januar war Pribbenow in dieser Funktion den ganzen Tag auf der Messe aktiv. Auf dem so genannten Erlebnisbauernhof, einer interaktiven Schau über die moderne Landwirtschaft, informierte sie über Tierhaltung, Pflanzenproduktion, Düngemittel und technische Geräte.

Für den Dialog mit dem Verbraucher wurde Pribbenow zuvor in einer Schulung fit gemacht. "Auf der Messe sollten wir den Besuchern auch gerade kritische Fragen beantworten", sagt die Arpkerin. Ob Massentierhaltung, zu hohe Nitratwerte im Boden oder schadstoffbelastete Eier - in den Medien gebe es immer wieder negative Schlagzeilen. "Da wollte ich gern aufklären", betont Pribbenow. Auf der Messe hätte allerdings kaum jemand kritische Fragen gestellt.

Stattdessen stellte Pribbenow auf der Grünen Woche den Hof ihrer Familie vor, zeigte dazu Fotos und berichtete von ihren Erfahrungen. Pribbenow ist auf dem 120 Hektar großen Bauernhof ihrer Familie in Arpke aufgewachsen. "Ich stand schon als Kind auf dem Kartoffelroder und habe beim Weihnachtsbaumverkauf geholfen", erzählt sie. Messebesucher erfuhren von ihr zudem, dass es in Arpke derzeit vier landwirtschaftliche Höfe gibt, die allesamt Familienbetriebe sind. "Viele denken, dass in der Landwirtschaft nur noch riesige Industriebetriebe existieren, aber das stimmt nicht", sagt Pribbenow.

Bei der Messe den Hof ihrer Familie vorzustellen, lag ihr daher sehr am Herzen. Pribbenow selbst wohnt mittlerweile nicht mehr in Arpke. Sie studiert Lehramt in Hildesheim. Auf dem Hof ihrer Eltern wirkt sie aber dennoch immer wieder leidenschaftlich gern mit.

Von Katja Eggers

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