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Lehrte: 14-Jähriger tot im Bad aufgefunden

Todesursache unklar Lehrte: 14-Jähriger tot im Bad aufgefunden

Ein furchtbares Unglück gibt der Polizei Rätsel auf. Ein 14-Jähriger ist am Sonnabend im Badezimmer der elterlichen Wohnung an der Ahltener Straße in Lehrte zusammengebrochen. Der Junge starb. Die Ursache für seinen Tod ist unklar, doch die Feuerwehr stellte in dem Haus leicht erhöhte Werte von Kohlenmonoxid fest.

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14-Jähriger aus Lehrte starb an Gasvergiftung

Ein 14-Jähriger ist in Lehrte tot aufgefunden worden. Die Feuerwehr stellte in der Wohnung erhöhte Kohlenmonoxidwerte fest.

Quelle: Christian Elsner

Lehrte. Der dramatische Tod eines 14-Jährigen in Lehrte beschäftigt seit Sonnabend die Kripo. Die Eltern des türkischstämmigen Jugendlichen hatten ihren Sohn leblos im Badezimmer der gemeinsamen Wohnung in der Ahltener Straße entdeckt. Äußerlich wies der Körper des Schülers nach Angaben der Polizei keinerlei Verletzungen auf. Möglicherweise ist er an einer Kohlenmonoxidvergiftung verstorben. Die Feuerwehr hatte in der Wohnung der Familie eine erhöhte Konzentration des farb- und geruchlosen Gases gemessen.

In Lehrte ist am Sonnabend ein 14-jähriger Junge verstorben.

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Der 14-Jährige war am Nachmittag zum Sport gegangen und gegen 16.30 Uhr nach Hause zurück gekehrt. Umgehend begab er sich ins Badezimmer, um zu duschen. Wenige Minuten später brach er dort bewusstlos zusammen. Die Angehörigen verständigten den Rettungsdienst. Der Notarzt versuchte, den 14-Jährigen noch in der Wohnung zu reanimieren. Anschließend brachten ihn die Helfer in ein Krankenhaus. Dort starb er gegen 18.30 Uhr.

Währenddessen ließ die Feuerwehr, die ebenfalls in die Ahltener Straße ausgerückt war, das gesamte Gebäude räumen. „Wir haben in den Räumen Kohlenmonoxid feststellen können“, sagt Feuerwehrsprecher Rolf Kobbe der HAZ. Die Einsatzkräfte mussten, um sicher zu gehen, dass sich niemand mehr in dem Mehrfamilienhaus aufhielt, mehrere Wohnungstüren aufbrechen. Zeitgleich suchten Mitarbeiter der Stadtwerke und der zuständige Schornsteinfeger in dem Gebäude nach der Herkunft des Kohlenmonoxides. Bislang sind sie nicht fündig geworden. Bis die genaue Ursache für das Unglück fest steht, bleibt der Gasanschluss im Keller des Gebäudes verplombt. Nach Auskunft der Polizei konnten die übrigen Mieter am Sonntagabend in ihre Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus zurückkehren.

Kohlenmonoxid entsteht nach Auskunft der Feuerwehr bei der unvollständiger Verbrennung von Holz, Kohle oder Gas. Kann das giftige Gemisch nicht nach draußen abziehen, beispielsweise weil die Gastherme defekt oder ein Ventil im Schornstein blockiert ist, bleibt es in der Wohnung. Die Konzentration von gefährlichem Kohlenmonoxid steigt, der Gehalt des Sauerstoffs sinkt. Bereits geringe Kohlenmonoxid-Konzentrationen reichen aus, um zum Tod zu führen. Über die Lunge erreicht das Gas schnell den Blutkreislauf. Dort blockiert es die Bindungsstellen von Sauerstoff an den roten Blutkörperchen. Statt Sauerstoff transportiert das Blut dann Kohlenmonoxid zu den Organen und ins Gehirn und führt zum Erstickungstod. Außerdem blockiert das Gasgemisch auch bestimmte Enzyme in den Körperzellen und den Muskeln und führt dort ebenfalls zu schweren Störungen.

Die Kriminalpolizei will heute die Ermittlungen in Lehrte fortführen. Die Staatsanwaltschaft muss darüber entscheiden, ob der Leichnam des 14-Jährige noch in dieser Woche von Rechtsmedizinern obduziert wird oder nicht. Bei der Autopsie soll nach dem Wunsch der Polizei auch die Frage geklärt werden, ob eine vielleicht eine bislang nicht entdeckte Erkrankung des Jugendlichen etwas mit seinem Tod zu tun haben könnte.

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