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Flaggschiff mit vielen Extras

Lehrte Flaggschiff mit vielen Extras

Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer nennt sie „ein Fahrzeug“, für Ortsbrandmeister Karl-Heinz Schlehuber ist sie „eine multifunktionale Maschine“, und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk spricht sogar von einem „Flaggschiff“. Gemeint ist die neue Drehleiter, die der Ortsfeuerwehr am Freitagabend in einer Feierstunde offiziell übergeben wurde.

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Es geht hoch hinaus: Stadtbrandmeister Jörg Posenauer (von links), Fabian (10), Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Mario Fraterrigo lassen sich mit der neuen Drehleiter in die Höhe fahren.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Im Dienst der Feuerwehr ist die neue Leiter bereits seit Ende Juli. Zweimal war sie seitdem auch schon im Einsatz, wurde dann aber doch nicht benutzt, da es sich in beiden Fällen lediglich um ausgelöste Brandmeldeanlagen gehandelt hatte.

In Aktion konnten die Lehrter Helfer, das Stadtkommando und Vertreter aus Rat und Verwaltung die neue Leiter aber bei der Feierstunde erleben. Nach der Schlüsselübergabe ließ sich Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk im mit Schleifen und frischem Grün geschmückten Förderkorb in die Höhe transportieren.

Voll ausgefahren schafft es die neue Leiter auf eine Rettungshöhe von 32 Metern. Der Förderkorb hat eine Traglast von 450 Kilo. „Damit können wir auch adipöse Personen aus Obergeschossen retten“, betonte Posenauer.

Mit dem Gelenkarm können zudem Fenster erreicht werden, die sich zurückliegend im Dach befinden. Das neue, mit einem 291 PS starken Motor versehene Flaggschiff ist aber nicht nur für die Höhenrettung einsetzbar, sondern auch als Kran und als Wasserwerfer. Die Scheinwerfer an der Leiter können zudem Einsatzstellen von oben ausleuchten.

Die Anschaffungskosten von 561 680 Euro bezeichnete Sidortschuk als „echten Schnäppchenpreis“ - es handelt sich um ein Vorführfahrzeug, gebaut im März 2015, das rund 200 000 Euro unter Listenpreis zu haben war. Die Stadt hatte schnell zugegriffen, zumal Lehrte laut Sidortschuk „kein gutes Drehleiterjahr“ hinter sich hat: Die Computersteuerung der bisherigen Drehleiter der Ortsfeuerwehr Lehrte war im April kaputtgegangen, eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich. Die anstehende Generalüberholung hätte mindestens 50 000 Euro gekostet. Das Fahrzeug wurde daher außer Dienst gestellt.

Bei Einsätzen half zwischenzeitlich die Feuerwehr Hämelerwald mit ihrer Leiter aus. Anschließend stand die nagelneue Lehrter Drehleiter in Bereitschaft, um im Notfall in Hämelerwald einzugreifen - denn das dortige Fahrzeug war wegen eines Unfalls außer Gefecht.

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