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Jubeltöne bei der Musikschule

Lehrte Jubeltöne bei der Musikschule

Die Musikschule Ostkreis hat in Lehrte endlich ein eigenes Domizil. Am Donnerstag beginnt der Unterricht in der Berthold-Otto-Schule an der Südstraße. Die Stadt hat dort vier leere Räume zur Verfügung gestellt. Alle Seiten sprechen von einer optimalen Lösung für ein uraltes Problem.

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Sie freuen sich über helle Räume und viel Platz:Die Musiklehrer Thomas Kozlowski (links) und Nina Weimer mit Musikschulchef Eberhard Ladewig. 

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Räume sind hell, die Akustik ist gut, renoviert werden musste nichts, sogar einige Schränke für Instrumente sind vorhanden. „Das sind großartige Voraussetzungen für unsere Arbeit“, sagt Musikschulleiter Eberhard Ladewig und versucht gar nicht erst, seine Jubelstimmung zu verbergen.

Jahrelang hatte er um eigene Räume für seine Einrichtung in Lehrte gekämpft. Immer wieder gab es Dämpfer, aber schon vor anderthalb Jahren hatte auch der Rat der Stadt gefordert, es müsse ein eigenes Domizil für die Musiker her. Jetzt lag die Lösung auf der Hand: In der Berthold-Otto-Förderschule werden längst nicht mehr alle Räume für den Unterricht genutzt, und weitere werden wegen der Inklusion von Förderschülern an Regelschulen nach und nach frei. Daher hat die Stadt nun der Musikschule einen kleinen Trakt des weitläufigen Schulgebäudes kostenfrei überlassen, insgesamt vier Räume direkt neben dem Hort. Schon heute beginnen dort unter anderem Keyboard- und Gitarrenunterricht.

Die Musikschule hatte in Lehrte jahrelang unter quälender Platznot gelitten - bei wachsendem Interesse an den Kursen. Sie nutzte unter anderem Räume des Gymnasiums und im Schulzentrum Süd, musste aber wegen der Zunahme des Nachmittagsunterrichts in den Schulen immer enger zusammenrücken. Auch jetzt werden Gruppen im Gymnasium bleiben - etwa die Bläser und die Chöre. Ladewig hofft aber darauf, dass die Musikschule bald noch mehr Platz in der Berthold-Otto-Schule nutzen darf.

Die neuen Musikschulräume sind während der Sommerferien komplett eingerichtet worden. Einer davon wird künftig für den sogenannten Elementarbereich genutzt, also die musikalische Arbeit mit Kleinkindern. In diesem Bereich ist ab sofort auch die Musiklehrerin Nina Weimer tätig. Sie stammt aus Kasachstan und hat dort bereits neun Jahre lang in der Musikerziehung gearbeitet. Weimar wird demnächst auch Akkordeonunterricht anbieten.

Abkehr vom Sedanplatz

Vor knapp einem Jahr hatte die Musikschule mehrere Räume im Obergeschoss eines Gebäudes am Sedanplatz bezogen. Sie hoffte, an diesem Standort bleiben und das Angebot ausbauen zu können. Doch für das Gebäude, in dessen Erdgeschoss bis Jahresbeginn eine Bildungsstätte der Volkshochschulen ?untergebracht war, wären nun neben Sanierungen auch Mietzahlungen angefallen. Die Rede ist von 30?000 Euro im Jahr. Diese Kosten dauerhaft zu übernehmen, kam für die Stadt Lehrte nicht infrage und hätte nach ?Angaben von Sprecher Fabian Nolting auch dem Konstrukt der Musikschule Ostkreis widersprochen. Sie wird von fünf Kommunen getragen. Dass die anderen vier Kommunen anteilig für die Kosten in Lehrte aufkommen würden, sei von Anfang an ausgeschlossen gewesen.

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