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Länger draußen schwimmen?

Lehrte Länger draußen schwimmen?

Bei den Frühschwimmern im Lehrter Freibad regt sich Unmut. Sie ärgern sich darüber, dass das Bad stets Anfang September seine Pforten schließt - ungeachtet der Wetterlage. Die Schwimmer fordern zum Umdenken auf.

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Bernd Boy (links) und weitere Stammgäste des Freibads wünschen sich flexiblere Öffnungszeiten. Sie wollen länger draußen schwimmen.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Saison im Lehrter Freibad am Hohnhorstweg und im Arpker Waldbad endet in diesem Jahr am Sonntag, 6. September. Das sei zu früh, meint Bernd Boy, der regelmäßig morgens ins Freibad in Lehrte kommt und zu einer Schar von Frühschwimmern gehört. „Im vergangenen Jahr hatten wir bis Oktober noch sonniges Wetter. Doch unser Freibad war dicht. Warum schließt es stets als eines der ersten in der Region Hannover und warum reagiert man nicht auf das Wetter?“, fragt Boy und findet unter den Frühschwimmern viel Zustimmung.

Für Jürgen Below, der zum Vorstand des aufgelösten Freibadfördervereins gehörte, steht indes fest: „Die frühe Schließung ist eine uralte Regelung. Man hält verkrampft daran fest.“ Er plädiert dafür, dass sich alle Verantwortlichen mit einigen Badbesuchern nun an einen Tisch setzen und schauen, was in Sachen Öffnungszeiten für das Lehrter Freibad möglich ist. Boy meint, dass als Ausgleich für eine längere Öffnung im September auch ein späterer Saisonstart im Mai denkbar wäre.

6. September ist Saisonende

Die Saison im Lehrter Freibad und im Waldbad Arpke endet am Sonntag, 6. September. Wegen der technischen Umstellung auf die Hallensaison bleibt das Bad am Hohnhorstweg in Lehrte von Montag, 7. September, bis Freitag, 11. September, geschlossen. Ab Sonnabend, 12. September, ist das Hallenbad wieder geöffnet.

Eckhard Otto, Chef der Lehrter Bädergesellschaft, reagiert auf die Vorschläge der Frühschwimmer zurückhaltend. Wie das Wetter im September ist, könne im Frühjahr ja niemand wissen. Sehr wohl müsse aber das Saisonende genau terminiert werden, und Flexibilität sei wegen einer Eigenheit des Lehrter Bads unmöglich. Es gibt nur eine Wasserumwälzung und -aufbereitung für Hallen- und Freibad, die nebeneinander liegen. Und diese Technik muss beim Saisonwechsel stets aufwendig umgestellt werden. Diese Arbeiten werden langfristig mit Handwerkern abgestimmt. Daher ist auch eine Woche lang gar kein Badbetrieb möglich.

Otto meint, dass ein Schließtermin Mitte oder Ende September zwar theoretisch denkbar wäre. Es gebe aber auch Vieles, was dagegen spricht. „Nachts gehen die Temperaturen zu dieser Jahreszeit mitunter auf acht Grad zurück. Dann bräuchten wir noch mehr Energie zum Heizen des Wassers“, sagt er. Das sei, rein ökologisch gesehen, ein Unding.

Auch einen Runden Tisch lehnt Otto nicht grundsätzlich ab. Aber wenn man den Saisonschluss im Freibad auf Mitte oder Ende September lege, seien möglicherweise die Stammgäste des Hallenbads verärgert. Diese müssten dann länger auf ihr überdachtes Schwimmvergnügen warten. „Egal wie man es macht, es ist für einige Badbesucher verkehrt“, sagt Otto.

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