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Landwirte warten auf Sonne

Lehrte Landwirte warten auf Sonne

Es ist Ende Juli, die meisten Getreidefelder leuchten längst golden, doch Mähdrescher sind kaum bei der Arbeit zu beobachten. Der Grund: die ergiebigen Regenfälle. „Wir brauchen für das Getreide Erntewetter mit Sonnenschein“, sagt der Röddenser Landwirt Jürgen Buchholz.

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Der Röddenser Landwirt Jürgen Buchholz schaut nach seinen Feldern: Der Raps ist bereits reif für die Ernte ...

Quelle: Kühn

Burgdorf/Lehrte/Sehnde/Uetze. Die Wetterkapriolen machen es den Bauern in diesem Jahr nicht leicht. Erst war es viel zu trocken, sodass die Beregnungskanonen Tag und Nacht liefen, jetzt ist es zu nass. Trotzdem: „Die Wintergerste ist in den vergangenen 14 Tagen in Etappen geerntet worden. Die kleinen Zeitfenster zwischen den Regenschauern haben ausgereicht, um die Ernte einzufahren“, berichtet Cord-Heinrich Schweer aus Hülptingsen. „Auf den leichten Standorten, die beregnet wurden, ist die Qualität in Ordnung. Der Ertrag entspricht den Erwartungen“, sagt Buchholz.

Doch inzwischen sind auch Roggen- und sogar einige Weizenfelder reif. Schweer hat am vorigen Freitag den ersten Roggen gemäht. Die Sommergerste - sie wird vor allem in Uetze und Burgdorf für die Brauereien angebaut - sei hingegen zum Teil noch recht grün, sagt Holger Hennies, Landvolk-Regionsvorsitzender aus Schwüblingsen. Normalerweise wird Sommergerste vor dem Roggen geerntet.

Auf etlichen Sommergerstefeldern im Bereich Uetze hat das Unwetter Anfang Juli Spuren hinterlassen. Der Starkregen hat Halme und Ähren auf die Erde gedrückt. Ob der Mähdrescher alle Ähren erfasse, werde sich bei der Ernte zeigen, sagt Hennies. „Auf jeden Fall wird die Ernte schwieriger.“

Auf den schwereren Böden im Sehnder Bereich hat die lange Trockenheit im Mai und Juni kaum Spuren hinterlassen. Die Wintergerste wurde laut Heinrich Heineke aus Wehmingen „mit einem erfreulich guten Ergebnis“ geerntet. Auch die Rapsernte läuft dort bislang entspannt: „Die Erträge sind erfreulicher als gedacht“, sagt Heineke.

Auf den Betrieben in Burgdorf, Lehrte und Uetze ist der Raps hingegen in diesem Jahr ein Sorgenkind. „Das ist die Kultur, die im reifen Zustand am wetteranfälligsten ist“, erklärt der Hülptingser Landwirt Schweer. Weil reife Schoten bei starkem Wind und Regen aufzubrechen drohten, hätten die Landwirte noch vor dem stürmischen Wochenende versucht, möglichst viel Raps zu ernten - mit mäßigem Erfolg. „Der Ertrag beim Raps war bisher sehr enttäuschend“, klagt Buchholz.

Trotzdem war das wechselhafte Wetter der vergangenen Wochen nach Hennies’ Worten noch kein Drama. „Wenn wir es noch drei Wochen hätten, würde es zu einem Problem“, sagt Hennies. Dann würde die Nässe die Qualität des Roggens, des Weizens und der Braugerste beeinträchtigen, ergänzt Buchholz.

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