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Lehrtes erste Sammelunterkunft öffnet

Lehrte Lehrtes erste Sammelunterkunft öffnet

Die erste Lehrter Sammelunterkunft für Flüchtlinge ist fertig. Ab Donnerstag werden nach und nach 57 Asylbewerber in die ehemaligen Gebäude der Stadtwerke an der Manskestraße ziehen - zuerst drei sudanesische Familien mit insgesamt zehn Kindern.

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Unterkunft für eine sudanesische Familie: Bodo Wiechmann (SPD, von links), Burkhard Teuber (AWO), Adam Fadel, Gabriele Schuppe (AWO) und Fabian Nolting sehen sich einen umgebauten Raum an.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Nur rund vier Monate waren nötig, um aus den früheren Büros der Stadtwerke an der Manskestraße sowie aus Garagen, Betriebsräumen und Kundencenter neue Unterkünfte für 57 Menschen zu machen - inklusive einer Großküche, Sanitäranlagen und Wäscheräumen. Jetzt ist alles fertig. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk präsentierte die Sammelunterkunft Montagnachmittag der Öffentlichkeit und sprach von einem Standard der Unterbringung, der „mindestens Durchschnitt oder sogar höher“ sei. Es sei ein großes Glück, dass die Stadt die erst seit Dezember leer stehenden Räume nutzen könne.

Eigentümer der früheren Stadtwerkegebäude ist mittlerweile die Lehrter Wohnungsbau. Sie will in ferner Zukunft auf dem Gelände ein Wohngebiet entwickeln, hat jetzt aber einen hohen sechsstelligen Euro-Betrag investiert, um die alten Bauten, mit Ausnahme der Backsteinvilla an der Straßenfront, als Flüchtlingsunterkunft herzurichten. Die Stadt mietet die Gebäude von der Wohnungsbau. Für den Betrieb der Sammelunterkunft wird die Stadt jährlich wohl mindestens 500 000 Euro investieren müssen, schätzte Sidortschuk.

Die soziale Betreuung der Flüchtlinge in der Sammelunterkunft wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover übernehmen. Deren Geschäftsführer Burkhard Teuber gratulierte Lehrte zur Umgestaltung der Räume. Lehrte plane sehr langfristig und umsichtig, sagte er. Und die Stadt könne stolz auf die große ehrenamtliche Unterstützung aus der Bevölkerung sein.

Für Flüchtlinge, die jetzt an die Manskestraße ziehen, gibt es sofort Deutschunterricht, den mehrere Studenten anbieten werden. Das sei insbesondere für die Kinder wichtig, die schon bald in den Schulunterricht gehen werden, betonte Teuber. Bereits Ende September werden aller Voraussicht nach die 57 Plätze in der Sammelunterkunft belegt sein, meint der städtische Fachbereichsleiter Michael Großmann.

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