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Nach der Schule ab in den Wald

Lehrte Nach der Schule ab in den Wald

Die Aueschule in Aligse und Steinwedel hat mit Beginn des Schuljahres als letzte Grundschule im Stadtgebiet ein nachschulisches Angebot eingeführt. Dank einer Elterninitiative. Gleichzeitig ist es das erste Angebot seiner Art im Ort.

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Im Tipi können die Kinder toben oder sich auch mal zurückziehen.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Mehr als ein Jahr lang hat die Elterninitiative Auefüchse die nachschulische Betreuung geplant und vorbereitet. Die Stadt hat den Verein unterstützt: Allein die Renovierung des Raums in der Schule hat 7500 Euro gekostet, dazu kamen noch einmal 5000 Euro für die Ausstattung und eine Küche. Den Raum überlässt die Stadt dem Verein mietfrei, zudem übernimmt sie die Betriebskosten.

Das hat seinen Grund: Der Bedarf für Nachmittagsangebote werde nicht sinken, sondern eher steigen, prognostizierte Bürgermeister Klaus Sidortschuk gestern bei der offiziellen Eröffnung: „Wir können aber nicht für alle Grundschüler einen Hortplatz anbieten.“ Er hoffe, dass am Ende auch in Aligse eine echte Ganztagsschule stehe - und zwar nicht erst in 20 Jahren.

Der Bedarf war im Vorfeld nur schwer zu kalkulieren, wie Torsten Buchmann-von der Heyden vom Vorstand der Auefüchse sagt. Ursprünglich gab es 54 interessierte Eltern, bei einer verbindlichen Abfrage waren es nur noch 23, unterschrieben haben letztendlich acht. Vielleicht liegt das an den Kosten für die Betreuung: Pro Grundschüler sind inklusive dreimal Mittagessen 160 Euro im Monat fällig, für ein weiteres Geschwisterkind 105 Euro. Aufnehmen kann die Gruppe bis zu 20 Kinder.

Die Grundschüler werden nach dem Unterricht ab 13.15 Uhr dreimal die Woche bis 15 Uhr und zweimal bis 16 Uhr von zwei Erziehern betreut. Da können sie spielen, ihre Hausaufgaben machen - und vor allem regelmäßig mit Erzieher und Waldpädagoge Andreas Niesel in den Wald gehen. Die Kinder aus Steinwedel werden dafür nach Schulschluss abgeholt und nach Aligse gebracht.

Die ursprüngliche Idee eines Platz-Sharings, also ein gemeinsamer Platz etwa für zwei Kinder an unterschiedlichen Tagen, hatte sich aufgrund der Auflagen des Landes nicht verwirklichen lassen.

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