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Schulen und Kitas: Stadt misst PCB-Belastung

Lehrte Schulen und Kitas: Stadt misst PCB-Belastung

Demnächst rücken in neun Lehrter Schulen sowie vier Kitas Fachleute mit Messgeräten an. Sie sollen ermitteln, ob die Luft in Unterrichts- oder Gruppenräumen unzulässig hoch mit dem Schadstoff PCB belastet ist. Die Stadt betont, dass es sich um eine rein vorbeugende Maßnahme handelt.

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Die Berthold-Otto-Schule in Lehrte.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Betroffen von den Messungen sind die Albert-Schweitzer-Schule, die Grundschulen an der Masch, in Arpke, Hämelerwald und Immensen, das Gymnasium (Sek-I- und Sek-II-Gebäude), die IGS in Hämelerwald und die St.-Bernward-Grundschule – außerdem die Kindergärten am Wiesengrund in Ahlten, Immensen/Arpke 1 sowie an der Marktstraße und in Sievershausen. Die Stadt meint, dass diese Gebäude nun auf PCB in der Raumluft überprüft werden sollten, weil sie ähnlich alt und mit ähnlichen Materialien ausgebaut sind wie die Grundschule in Ahlten und die Berthold-Otto-Schule in Lehrte. Die Messungen sollen in den Herbstferien über die Bühne gehen und stichprobenartig sein, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting.

In der Berthold-Otto-Schule hat es die Stadt schon seit Jahren mit einer leichten Belastung mit polychlorierten Biphynelen (PCB) zu tun. Mehrfach wurde dort gemessen, meist lagen die Werte unter den Grenzwerten. Mitunter ermittelten die Fachleute aber auch leicht erhöhte Werte, die eine spezielle Reinigungen von Wänden, Böden und Fenstern notwendig machten.

Auch in der Grundschule in Ahlten wurde unlängst die PCB-Belastung ermittelt. Dort gab es 43 Messungen in allen Räumen. Die Werte seien „weit überwiegend unter dem Grenzwert von 300 Nanogramm pro Kubikmeter“ gewesen, sagt Nolting. Nur in einem Raum sei eine höhere Belastung gemessen worden, die aber ebenfalls keine Gesundheitsgefahr darstelle.

Trotzdem will die Stadtverwaltung nun genauer schauen, ob möglicherweise in anderen Schulen unzulässig viel PCB in der Raumluft ist. Konkrete Hinweise darauf gibt es nicht.

Die Chemikalie wurde insbesondere in den Siebzigerjahren eingesetzt, unter anderem als Weichmacher in Fugendichtungen. Hohe Konzentrationen können hormonelle Krankheiten verursachen. PCB steht auch im Verdacht, krebserregend zu sein.

Von Achim Gückel

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