Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Lehrte soll um Notrufsäulen kämpfen

Lehrte Lehrte soll um Notrufsäulen kämpfen

Die Notruf- und Infosäulen an den Bahnhöfen müssen bleiben: Das fordert die Lehrter Ratsmehrheit aus SPD und Grünen und drängt auf eine entsprechende politische Resolution. Diese soll in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause verabschiedet werden.

Voriger Artikel
Schleier in der Galerie geben neue Orientierung
Nächster Artikel
Öder Innenhof wird zum luftigen Klassenzimmer

„SOS“ und „Info“: Die Säulen auf den Bahnsteigen im Bahnhof Lehrte sind nicht zu übersehen. Jetzt entbrennt eine Debatte um ihre Zukunft.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Seit zwei Wochen ist die Verunsicherung groß. Aus Gesprächen mit der Region Hannover war durchgesickert, dass die Bahn ihre Notruf- und Informationssäulen auf Bahnhöfen nach und nach abbauen wolle. Heutzutage habe jeder ein Handy, mit dem er einen Notruf absetzen könne, lautete die Argumentation. Die Region soll zwar widersprochen, sich aber nicht durchgesetzt haben, heißt es.

Das will Rot-Grün in Lehrte nicht einfach hinnehmen und hat eine entsprechende Resolution vorbereitet. Darin heißt es, dass der Lehrter Rat die Überlegungen der Bahn, Notruf- und Informationssäulen abzubauen, entschieden ablehnt und dass der Betrieb dieser Einrichtungen gesichert bleiben muss. Darüber hinaus will Rot-Grün, dass die Säulen stets an den Stand der Technik angepasst werden und dort, wo es noch keine gibt, neue Säulen errichtet werden - etwa am Haltepunkt Immensen/Arpke.

„In einer älter werdenden Gesellschaft sind Einrichtungen für eventuelle Notrufe von elementarer Bedeutung“, heißt es in dem Text der Resolution. Gerade Ältere besäßen nicht immer ein Handy, um Notrufe abzusetzen, Störungen oder Schäden zu melden oder Fragen zum Bahnverkehr zu klären.

Die Bahn AG gibt sich zu dem Thema zugeknöpft. Zur Zukunft der Notruf- und Informationssäulen macht sie keine offiziellen Angaben. Der Nachricht, es würden auch Videokameras von den Bahnsteigen verschwinden, tritt sie aber entschieden entgegen. Bis 2019 würden mehr als 60 Millionen Euro in den Ausbau der Videotechnik gesteckt, heißt es in einer Mitteilung. Allein in diesem Jahr würden bundesweit 700 neue Kameras an Bahnhöfen installiert. Es sei auch kein Rückbau geplant, denn auch die Beobachtung „betrieblicher Abläufe“ sei wichtig. Schwerpunkt der Investitionen seien besonders stark frequentierte Bahnhöfe.

Über den Resolutionsvorschlag von SPD und Grünen entscheidet der Rat am Mittwoch, 22. Juli, ab 18 Uhr in seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Steinwedel.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.