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Bahnverkehr: Der Rat drängt auf Lärmschutz

Lehrte Bahnverkehr: Der Rat drängt auf Lärmschutz

Mehr Lärmschutz und eine neue Bahnquerung in Aligse, die den derzeitigen Übergang ersetzt: Das sind die zentralen Forderungen der Lehrter Rats im Zusammenhang mit der prognostizierten drastischen Erhöhung des Güterverkehrs auf der Bahntrasse Celle-Lehrte.

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Güterzüge gehören zu Lehrte, aber bald schon sollen es noch mehr werden: Der Bahnübergang an der Grünstraße.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Lehrtes Politiker haben in ihrer jüngsten Ratssitzung einstimmig den Beitritt der Stadt zum Abschlussprotokoll des sogenannten Dialogforums Schiene Nord beschlossen. Das Protokoll ist das Ergebnis aus Gesprächen zwischen Vertretern von Städten und Gemeinden und der Bahn. Die Kommunen waren aufgefordert, die  bevorstehenden Neuordnung des Güterverkehrs auf der Schiene im Norden Niedersachsens kritisch zu begleiten, welchen unter anderem für die Strecke Celle-Lehrte eine Verdopplung des Güterverkehrs auf etwa 200 Züge pro Tag bringen könnte. Herausgekommen ist ein Papier, das neun Hauptforderungen an die Bahn enthält. Die wichtigste davon bezieht sich auf dem Lärmschutz.

Der größtmögliche Schutz vor dem Lärm der Güterzüge ist auch für die Lehrter am wichtigsten. "Wir müssen immer wieder den optimalen Schutz fordern", sagte etwa CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens im Rat. Die Kommunen müssten gegenüber der Bahn immer wieder Stärke zeigen und Druck machen. Ähnlich äußerte sich Bodo Wiechmann (SPD). Die Inhalte im Abschlussdokument des Dialogforums seien ein gutes Ergebnis: "Aber jetzt müssen wir am Ball bleiben und sie Sache sehr kritisch begleiten." Wiechmann pochte unter anderem auf einen Runden Tisch, der sich mit dem künftigen Güterverkehr auf der Trasse Celle-Lehrte beschäftigt.

Neben dem Lärmschutz ist dem Lehrter Rat auch eine Lösung für den beschrankten Bahnübergang in Aligse wichtig. Wenn dort künftig doppelt so viele Güterzüger rollen, gebe es kaum noch ein Durchkommen, lautet die Befürchtung. Der Ortsrat hatte schon vor Monaten eine Unterführung gefordert. "Da muss eine Lösung her", betonte Wiechmann.

Ronals Schütz (Grüne) betonte unterdessen, dass sich am Lärmschutz entlang der Bahntrasse vermutlich nichts tun werde, wenn die Bahn nicht auch die Trasse selbst baulich anfasst. Er mahnte außerdem eine Gesamtschau aller Lärmquellen in der Stadt an - inklusive Autobahnen, Bundesstraßen und möglicherweise bald entstehender Megahub-Containeranlage. Was Lehrte bald erlebe sei eine "Kumulation der Lärmereignisse".

Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (CDU) indes betonte, dass sich die Bürger seines Ortes große Sorgen über den Lärm von der bahn machten. Es sei geboten, auch die örtlichen Bundestagsabgeordneten mit den Forderungen aus Lehrte zu betrauen.

Von Achim Gückel

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