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16 Ratsmitglieder sagen adieu

Lehrte 16 Ratsmitglieder sagen adieu

Der Rat der Stadt Lehrte erlebt einen personellen Umbruch. In der letzten Sitzung der alten Wahlperiode sind am Mittwochabend sage und schreibe 16 der bisherigen 39 Mandatsträger verabschiedet worden – darunter auch politische Urgesteine wie Erich Weber (CDU) und Hans-Egon Seffers (SPD).

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Abschied mit Blumen: Dündar Kelloglu (von links), Hermann Buchholz, Rolf Lüdeling, Ulrike Giere, Harald Gruhl, Jürgen Kelich, Christian Klein-Heyl, Jan Nadaczinski, Sabine Beuth, Hans-Heinrich Bethmann, Heidrun Bleckwenn, Sören Giere, Erich Weber, Doris Klawunde, Hans-Egon Seffers und Erhard Behre verlassen den Rat der Stadt Lehrte beziehungsweise hören als Ortsbürgermeisterin auf (Bleckwenn). Auf dem Bild fehlt André Tepper.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Bürgermeister Klaus Sidortschuk bedankte sich zum Ende der Wahlperiode ausdrücklich bei allen Mitgliedern des Rats und ließ dabei ein paar Zahlen sprechen: 40 Ratssitzungen, 274 Ausschusssitzungen und die Bearbeitung von etwa 750 Beschlussvorlagen – dass sei die Größenordnung der politischen Arbeit in der Stadt in den vergangenen fünf Jahren. Dabei ging es um so wegweisende Dinge wie die Zukunft des Klinikums, den Megahub, etliche Neubauten, die Schulentwicklung, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept sowie fünf städtische Haushalte in einem Gesamtvolumen von 470 Millionen Euro und 50 Millionen Euro Investitionen.

Anschließend verabschiedete Sidortschuk all jene 16 Kommunalpolitiker, die dem neuen Rat, der sich Anfang November konstituieren wird, nicht mehr angehören. Darunter sind auch der bisherige dritte stellvertretende Bürgermeister Dündar Kelloglu (Grüne), der Ahltener Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (CDU), der ehemalige Ratsvorsitzende Hans-Egon Seffers (SPD) und der wohl ausdauerndste Kommunalpolitiker, den Lehrte je erlebt hat, Erich Weber.

Weber habe eigentlich „einen Inventarstempel auf der Stirn“, sagte Sidortschuk scherzend. Der Lehrter war 1976, nur zwei Jahre nach der Gebietsreform, in den Rat gewählt worden und gehörte dem Stadtparlament seitdem ununterbrochen an. Weber selbst verabschiedete sich in einer kurzen Rede. Er habe 40 Jahre lang „fast alle relevanten Entscheidungen für die Stadt mitgetragen“, sagte er – angefangen beim Bau des Kurt-Hirschfeld-Forums, in dem der Rat seine meisten Sitzungen abhält. Am wichtigsten sei in dieser Zeit der Beschluss gewesen, die Bahntrasse in Richtung Hildesheim aus der Innenstadt zu verbannen. Weber schickte auch eine Mahnung an all jene, die fortan die Geschicke der Stadt bestimmen: „Lassen sie das Parteipolitische weg und machen sie ihre Arbeit zugunsten der Bürger und unserer Stadt.“

Von Achim Gückel

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