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Lehrter Klinik scheint gerettet

Lehrte Lehrter Klinik scheint gerettet

Das Lehrter Krankenhaus scheint gerettet: SPD und Grüne in der Regionsversammlung haben kurzfristig ein neues Versorgungskonzept vorgelegt. Über den Antrag soll am 1. März in der Regionsversammlung entschieden werden.

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Licht am Ende des Krankenhaustunnels: Das Klinikum Lehrte soll zu einem altersmedizinischen Versorgungszentrum werden.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Lehrte. Die rot-grüne Mehrheit in der Regionsversammlung möchte das Krankenhaus Lehrte jetzt zu einem Vorzeigeprojekt machen, „das weit über die Regionsgrenzen hinausstrahlt“, erklärt Doris Klawunde (Grüne), stellvertretende Regionspräsidentin mit Wohnort Lehrte. Die Klinik soll zu einem altersmedizinischen Versorgungsschwerpunkt werden. „Dazu gehören weiter eine Innere Medizin, eine Unfallchirurgie sowie eine Notfallaufnahme“, betont Klawunde, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen. Diese Abteilungen sollen auch weiterhin für jedermann nutzbar sein.

Damit sei die Grundversorgung gesichert. Das Krankenhaus werde zudem für die Zukunft fit gemacht, meint Klawunde. Denn die Spezialisten für Altersmedizin sollen künftig in Lehrte angesiedelt werden. „Die Behandlung verläuft nach ganzheitlichem Ansatz“, meint Ronald Schütz, Fraktionschef der Grünen im Lehrter Rat.

So würde etwa die Mobilisierung der Patienten nach Operationen im Krankenhaus beginnen, da von Altersmedizinern ein Behandlungskonzept erstellt werde. Damit könnten Reha-Behandlungen, die oft mit der Verlegung in eine andere Klinik einhergingen, in den meisten Fällen entfallen. Die Spezialisten aus Lehrte sollen aber auch Patienten an den anderen acht Standorten des Klinikums Region Hannover behandeln.

Klawunde und Schütz wollen sich hinsichtlich der geplanten Bettenzahl für Lehrte noch nicht festlegen: „Wir gehen davon aus, dass das Haus nicht zurückgebaut werden muss“, sagt Schütz. Die rot-grüne Mehrheit in der Region sei zudem bereit, „in den Standort Lehrte zu investieren und diesen zu einem altersmedizinischen Zentrum auszubauen“, sagt Klawunde. Die beiden Fraktionen sind sich einig: Am 1. März soll Rot-Grün in der Regionsversammlung das Konzept durchwinken.

Bernward Schlossarek, Fraktionschef der CDU in der Region, hält von dem neuen Konzept für das Lehrter Krankenhaus indes wenig. Seiner Meinung nach wird das Krankenhaus mit dem Wegfall der großen chirurgischen Abteilung abgewertet. Schlossarek befürchtet mit dem Umbau einen Mangel an Qualität und Ausstattung und damit „einen Tod auf Raten“. Zudem kritisiert er, „dass bisher keine Zahlen vorgelegt wurden, die dieses Konzept rechtfertigen“.

Schritt in die richtige Richtung

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hält sich mit großem Jubel über das neue Konzept fürs Lehrter Krankenhaus noch zurück: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Wichtig sei, dass ein vollwertiges Krankenhaus mit den Abteilungen Inneres, Chirurgie und Notfallaufnahme erhalten bleibe. Das Weitere sei abzuwarten. Sehndes Stadtchef Carl-Jürgen Lehrke ist froh, dass der Klinikstandort Lehrte gesichert ist und es dort weiter eine Notfallchirurgie und eine Notaufnahme geben soll. „Alles was hilft, den Standort zu sichern und das Angebot attraktiv zu halten, können wir nur begrüßen.“ „Für Burgdorf ist es wichtig, dass im Nordosten die medizinische Versorgung auf einem hohem Qualitätsniveau gesichert ist“, sagt Bürgermeister Alfred Baxmann. Wie sich die Arbeitsteilung darstellt, „dazu können wir keine Stellung nehmen“. Uetzes Rathauschef Werner Backeberg verweist auf die Resolution des Gemeinderats. Dieser hatte nicht nur den Erhalt des Klinikstandorts Lehrte gefordert, sondern auch die „Entwicklung eines Konzepts, das die Versorgung mit moderner Medizin in Zukunft sicherstellt. Denn bei einer alternden Bevölkerung gewinnt die räumliche Nähe zu einer Klinik an Bedeutung“.

pos/dt

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