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Rat fordert für neues Aldi-Zentrum Nachbesserungen

Lehrte Rat fordert für neues Aldi-Zentrum Nachbesserungen

Die Parteien im Rat haben grünes Licht für die Ansiedlung eines neues Aldi-Zentrallagers in Aligse gegeben. Doch sie nehmen auch die Sorgen der Einwohner vor einem Verlust ihres Ortsbildes ernst: Der Supermarktriese muss deshalb bei der Planung noch einiges nacharbeiten - vor allem was den Ersatz für verlorenes Grün angeht.

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Die Kapazitäten im Aldi-Zentrallager in Sievershausen reichen nicht mehr aus.

Quelle: Achim Gückel (Archiv)

Aligse. Seine Fraktion sehe die Ansiedlung zwar grundsätzlich positiv, sagte der aus Aligse stammende SPD-Vorsitzende Bodo Wiechmann: "Der Standort ist geeignet und durch die geplante Anbindung an die Westtangente attraktiv." Doch es gebe noch so einiges nachzubessern. Vor allem bei der Begrünung. "Ein 200 Meter langes und 14 Meter hohes Gebäude ist ein gewaltiger Eingriff in das Landschaftsbild." Dafür sei der Entwurf von Aldi nicht gut genug. Wegen der großflächigen Versieglung sei eine Ausgleichsfläche von bis zu zehn Hektar nötig. "Und der Großteil muss in Aligse liegen und nicht in irgendeinen Ausgleichspool fließen", fordert Wiechmann.

Außerdem müsse bei den Diskussionen der Ortsrat Aligse-Röddensen-Kolshorn eingebunden werden. Darin ist sich Wiechmann mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Joachim Deneke-Jöhrens einig. Wegen der Anbindung an die Westtangente, die in Teilen zu Ahlten gehört, soll zudem auch der Ortsrat Ahlten beteiligt werden, einigte sich der Rat. Die Lage der geplanten kommunalen Entlastungsstraße zur Westtangente sei ein Knackepunkt und müsse geklärt werden, fordert Deneke-Jöhrens. Ebenso wie die SPD verlangt er, dass die Kompensation für verlorenes Grün in Aligse festgeschrieben werden müsse. Das werde spannend, denn in Aligse seien die Bodenpreise deutlich teurer als etwa in Immensen.

Auch Ronald Schütz, Fraktionschef der Grünen, begrüßte die Ansiedlung, weil man damit einen "interessanten Bewerber" in der Stadt halte. "Aber wir müssen den Lärm im Auge behalten." Die Kompensation für verlorenes Grün werde schwierig, darüber hinaus gebe es noch keine Untersuchung, ob die Knotenpunkte an der B 443 wie etwa die Autobahnauffahrt ausreichend leistungsfähig seien. Wegen der riesigen Dachfläche forderte Schütz zudem, dieses zu begrünen.

Von Oliver Kühn

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