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Spende: Flüchtlinge bekommen Fitnessgeräte

Lehrte Spende: Flüchtlinge bekommen Fitnessgeräte

Die Bewohner der AWO-Flüchtlingsunterkunft an der Manskestraße trainieren jetzt an eigenen Fitnessgeräten. Die Wohnungsbaugesellschaft hat dem Lehrter Sportverein (LSV) seine gebrauchten Geräte abgekauft und sie der Einrichtung gespendet. Die Flüchtlinge haben dafür drei Garagen hergerichtet.

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Laufen und Fahrradfahren: Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft an der Manskestraße trainieren jetzt an gespendeten Geräten.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die neue Trainingsstätte erstrahlt jetzt in frischem Grün und Weiß. Hausmeister Bernd Ellermann hat dort mit den Flüchtlingen zudem Teppichboden verlegt. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Frank Wersebe, Geschäftsführer der Lehrter Wohnungsbau, haben sich die Sporträume nun angeschaut. Wersebe brachte auch gleich noch weiteres Trainingsgerät mit: drei Paar Boxhandschuhe und Springseile.

Während diese neu sind, handelt es sich bei dem Boxsack, den beiden Tischtennisplatten, dem Laufband und den sechs weiteren Trainingsgeräten um gebrauchte Geräte des LSV, die aber noch bestens in Schuss sind. Die Wohnungsbau hat dafür rund 2500 Euro auf den Tisch gelegt. Die Gesellschaft hat auch die Garagen zur Verfügung gestellt. Sie ist zugleich der Vermieter der Flüchtlingsunterkunft, Mieter ist die Stadt.

Sidortschuk begrüßte die Spende. "Das ist ein weiterer Baustein, um den Flüchtlingen neben dem Deutschunterricht eine abwechslungsreiche Zeitgestaltung zu bieten", sagte er.  Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe von der AWO betonte, dass die Fitnessgeräte sehr gut angenommen werden: "Hier wird sogar schon morgens vor dem Deutschkurs trainiert", sagte sie.

Von den derzeit 105 Bewohnern in der Unterkunft an der Manskestraße sind die Sportgeräte vor allem bei den Männern beliebt. "Die Frauen schauen nur ab und zu mal im Trainingsraum vorbei, in der Regel dann, wenn die Männer weg sind", sagte Schuppe.

Über den Boxsack und die Handschuhe hat sich derweil vor allem Hamid Jafari gefreut. Der 15-jährige Afghane ist in der Unterkunft einer von derzeit zwölf minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind. Hamid hat schon in seiner Heimat geboxt. Er lebt seit Dezember 2015 in Lehrte und hat kürzlich bei den Deutschen Amateur Muaythai-Meisterschaften im Kickboxen gesiegt. In den neuen Fitnessräumen kann er sich jetzt optimal auf seinen nächsten Wettkampf am 18. Mai in Stuttgart vorbereiten.

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Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk (links) und Frank Wersebe, Geschäftsführer der Lehrter Wohnungsbaugesellschaft halten für Flüchtling Hamid Jafari den Boxsack.

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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