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Lehrte ist für den Feuerwehr-Oscar nominiert

Nominierung für Ortsfeuerwehr Lehrte ist für den Feuerwehr-Oscar nominiert

Lehrtes Ortsfeuerwehr hat ein großes Ziel. Sie will den Conrad-Dietrich-Magirus-Award gewinnen, in Fachkreisen auch gern Deutschlands Feuerwehr-Oscar genannt. Die erste Hürde hat die Lehrter Truppe schon genommen: Sie gehört zu den zehn Nominierten, die sich jetzt einer Online-Abstimmung stellen.

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Klein, goldfarben und mit einem Rettungsbeil in der Hand: So sieht der Feuerwehr-Oscar aus.

Quelle: Wächter und Wächter

Lehrte. Seit 2012 gibt es alljährlich den Magirus-Award, der vom Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen in Ulm vergeben wird. Weltweit gebe es keinen vergleichbaren Wettbewerb, sagt Stephan Keil, Sprecher der Lehrter Feuerwehr. Sogar in einer internationalen Kategorie werden Preise vergeben.

Für die Lehrter geht es um den Sieg im nationalen Vergleich. Dabei dürfen sich Feuerwehren aus ganz Deutschland bewerben, indem sie ganz besondere Leistungen und Einsätze herausstreichen. Die Lehrter taten dies exemplarisch mit ihren Hilfeleistungen bei einem schweren Lastwagenunfall auf der Autobahn 2 im April, bei dem mit schwerem Gerät ein eingeklemmter Fahrer aus dem Führerhaus gerettet wurde.

Dieser Einsatz stehe aber nur stellvertretend für die enorm hohe Anzahl von Hilfeleistungen auf den Autobahnen 2 und 7, verdeutlicht Keil. Vom 15. Oktober 2015 bis 20. September 2016 eilten die Lehrter Einsatzkräfte zu sage und schreibe 35 Unfällen auf den Autobahnen. Daran waren 51 Lastwagen, fünf Kleintransporter und 12 Autos beteiligt. 40 Menschen wurden schwer verletzt, drei starben, siebenmal brannten Fahrzeuge.

Nur zehn Wehren sind in der Endausscheidung

Eine solche Vielzahl von komplizierten und psychisch sehr anspruchsvollen Einsätzen abzuarbeiten sei preisverdächtig, meinen die Lehrter Feuerwehrleute. Und das meint auch die Jury, welche die Vorauswahl zum Magirus-Award vorgenommen hat. Denn die Bewerbung aus Lehrte gehört nun zu den zehn in der Endausscheidung.

Dabei haben es die Lehrter mit starker Konkurrenz zu tun, die in den vergangenen zwölf Monaten bei Großeinsätzen bundesweit in den Medien im Blickpunkt war – etwa die Feuerwehr Lohne beim Großbrand in der Geflügelschlachterei von Wiesenhof, die Feuerwehr Bad Aibling beim schweren Zugunglück am Faschingsdienstag und die Feuerwehr Simbach am Inn bei der Hochwasserkatastrophe.

Delegation reist zur Preisgala

Dass die Lehrter Feuerwehr zu den zehn Nominierten gehört, erfüllt sie „bereits jetzt mit einem gewissen Stolz“, meint Keil. Zur Preisverleihung am 21. Januar in Ulm werde man mit einer zehnköpfigen Delegation reisen. Dort werden dann jeweils drei Gewinner in den einzelnen Kategorien bekannt gegeben. Deren Siegerpreis: eine Reise zur wohl berühmtesten Feuerwehr der Welt, zum Fire Department New York.

Im vergangenen Jahr gewannen national übrigens ausschließlich Feuerwehren aus Bayern. Jetzt wollen die Niedersachsen aus Lehrte aufs Treppchen.

Hier können Sie abstimmen.

Von Achim Gückel

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