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Der Rat ist (ein bisschen) weiblicher

Lehrte Der Rat ist (ein bisschen) weiblicher

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Freya Markowis sieht in der Zusammensetzung des neuen Lehrter Rats einen Anlass für zurückhaltende Freude. Das Stadtparlament ist etwas weiblicher geworden. Es ist aber noch immer weit entfernt von einer gleichmäßigen Verteilung der Sitze auf Frauen und Männer.

Lehrte. 40 Mandate (ohne Bürgermeister Klaus Sidortschuk), davon 29 von Männern und 11 von Frauen besetzt: So sieht die Zusammensetzung des neu gewählten Lehrter Rats nach der konstituierenden Sitzung Anfang November aus. Das entspricht einer Frauenquote von 27,5 Prozent (bisher 22,5 Prozent), hat Markowis errechnet. "Ich freue mich darüber. Da kann sich Lehrte ein bisschen auf die Schultern klopfen", sagt sie, um gleich darauf anzufügen: "Da geht aber noch was für die Frauen."

Bei der SPD sind jetzt fünf von 15 Sitzen mit Frauen besetzt, bei der CDU sind es vier von 14, bei den Grünen einer von vier und bei der FDP einer von zwei. Für die Linke (2), die Piraten (1) und die AfD (2) sitzen ausschließlich Männer im Rat der Stadt Lehrte.

Markowis' verhaltene Freude bezieht sich darauf, dass Lehrte ganz offensichtlich nicht im niedersachsenweiten Trend liegt. Dieser besagt nämlich, dass die kommunalen Parlamente landesweit nach den Wahlen noch stärker von Männern beherrscht werden als zuvor.

Kritisch sieht die Gleichstellungsbeauftragte aber eine andere Tatsache: In die Ausschüsse, Aufsichtsräte und Vertretungen von Verbänden schickt der Lehrter Rat weiterhin überwiegend Männer. 72 sind es laut Markowis' Zählung - bei nur 18 Frauen.

Von Achim Gückel

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