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Abiturienten feiern ihr 65. Klassentreffen

Lehrte Abiturienten feiern ihr 65. Klassentreffen

Lehrtes erste Abiturienten haben ihr 65. Klassentreffen gefeiert. Dabei wurden viele Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit wieder wach. Der Abi-Jahrgang von 1951 hat noch den Krieg, die Befreiung durch die Alliierten und die Währungsreform miterlebt.

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Sie sind von den einst 30 Abiturienten des Jahrgangs 1951 noch übrig geblieben: Hanns-Wilhelm Rosin (stehend, von links), Hans Müller, Hans Stiegemann und Heinz Uthoff sowie (sitzend, von links) Franz Bauer, Elisabeth Gernhuber, Eleonore Kürkcüoglu, Irmke Uthoff, Sigrid Knop und Claus Dieter Meier. Nicht dabei: Erich Kolb.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. "Die schweren Zeiten haben uns zusammengeschweißt", sagt Hans Müller, der das Klassentreffen zusammen mit seiner damaligen Mitschülerin Sigrid Knop organisiert hat. Außer ihnen waren aus dem Abiturjahrgang von 1951 noch acht weitere ehemalige Mitschüler erschienen - alle sind mittlerweile 83 oder 84 Jahre alt.

Ursprünglich hatte der Jahrgang einmal 30 Absolventen gezählt. Unter ihnen auch Hans Jöhrens, der Vater des Lehrter CDU-Fraktionschefs Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, sowie Heinz-Jürgen Hapke, der Vater des stellvertretenden Sievershausener Ortsbürgermeisters Armin Hapke. Sowohl Hans Jöhrens als auch Heinz-Jürgen Hapke sind mittlerweile verstorben.

"Wir werden jedes Jahr weniger", sagte Müller. Er selbst wohnt auch heute noch in Lehrte. Die meisten Klassenkameraden der einstigen Oberschule an der Friedrichstraße hatte es im Laufe ihres Lebens hingegen an andere Orte Deutschlands verstreut.

Umso größer war die Wiedersehensfreude beim Treffen. Erich Kolb berichtete mit leuchtenden Augen, wie er seinerzeit im Unterricht mit Knallerbsen geworfen und mit Glasröhrchen geschossen hatte und dafür jedesmal zum Direktor zitiert wurde.

Hans Müller erinnerte sich an Fliegeralarme, während denen die Schüler in den Luftschutzkeller der Schule mussten. An Bombenschäden und Unterricht in der Zuckerfabrikskantine, ans Sirupkochen aus geklauten Zuckerrüben und an das 1948 gegründete Schulorchester, das seinerzeit noch in der Lehrter Viehverkaufshalle musizierte.

"Ja, wir haben viel erlebt und waren schon ein ganz besonderer Jahrgang", sagte Müller. Besonders ist Lehrtes erster Abiturjahrgang aber auch deshalb, weil die  ehemaligen Mitschüler ihr Klassentreffen tatsächlich jedes Jahr auf die Beine stellen.

Die Themen hätten sich bei den Treffen jedoch im Laufe der Zeit deutlich gewandelt. "Am Anfang ging es noch darum, wer das dickste Auto und die schönste Frau hat und das meiste Geld verdient", sagte Müller lachend. "Mittlerweile sind wir bescheidener und demütiger geworden und freuen uns einfach, dass wir noch da sind."

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Ein Foto aus vergangenen Zeiten: Das Orchester der Städtischen Oberschule Lehrte musiziert in der Viehverkaufshalle Lehrte am 20. November 1948.

Quelle: Repro

Von Katja Eggers

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