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Maibummel-Absage polarisiert die Stadt

Lehrte Maibummel-Absage polarisiert die Stadt

Die Absage des Maibummels, quasi das Stadtfest in Lehrte, polarisiert - und hat viele Emotionen ausgelöst. Kritik gibt es von einigen Händlern, Pro und Contra in einer Facebook-Gruppe. Das Stadtmarketing beklagt zu wenig Unterstützung.

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Bunte Vielfalt beim Maibummel: Auf der Bühne am Citycenter rockten teils bekannte Bands wie The Jetlags.

Quelle: Eggers

Lehrte. Der Verein Stadtmarketing, der den Maibummel organisiert, hatte die Absage mit nachlassendem Engagement vieler Händler, nicht beglichenen Standgebühren und rechtlichen Ausein-andersetzungen mit Schaustellern sowie einem nicht mehr zeitgemäßen Konzept begründet. „An einem neuen arbeiten wir bereits“, sagt Vereinsvorsitzender Udo Gallowski. Die meisten Händler sähen die Absage aber gelassen.

„Ich sehe das anders“, sagt dagegen Sven Goslar vom gleichnamigen Sporthaus. „Ich finde es bedauerlich, dass das letzte große Fest in Lehrte stirbt.“ In Burgdorf käme man auch nicht auf die Idee, den Oktobermarkt abzusagen. Versäumnisse sieht er beim Stadtmarketing, das die Organisation vor Jahren von den Händlern übernommen habe: „Der Verein schafft es nicht, die Innenstadt zu beleben.“ Hartmut Ziolka, der den Maibummel zehn Jahre lang organisierte und jetzt die Musikkneipe Fossil betreibt, nennt die Argumente, Schausteller seien nicht zu finden oder zahlten nicht, „fadenscheinig“: „Ich hatte damit nie Probleme, die Absage ist enttäuschend.“ Er habe das Stadtmarketing angesprochen, etwa eine weitere Bühne an der Mittelstraße aufzubauen: „Die Resonanz war aber gleich Null.“

Auch Brasserie-Inhaber Vassilios Skopelitis bedauert die Absage - sieht am Ende aber auch ein bisschen die Mitschuld seiner Kollegen aus der Geschäftswelt: „Das Stadtmarketing ist sehr engagiert, aber immer weniger Händler wollen mitmachen, vor allen an der Burgdorfer Straße.“ Und der organisatorische Aufwand für den Maibummel sei sehr groß - für die Kaufleute und das Stadtmarketing.

Regina Rosenbaum vom Bettenhaus Welge und Mitglied im Stadtmarketingverein findet es richtig, ein neues Konzept zu entwickeln. Das Fest sei doch etwas langweilig geworden und müsse zeitlich gestrafft werden. „Aber es müssen sich wieder mehr Geschäftsleute beteiligen.“

Auch auf Facebook stehen sich positive und negative Reaktionen gegenüber. „War sowieso nur noch ein Saufen und Fressen“, schreibt etwa Gabriela. „Traurig, es war ein Stück von Lehrte“, meint dagegen Cetin.

von Oliver Kühn

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