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Wagenknecht beklagt Zynismus

Lehrte Wagenknecht beklagt Zynismus

Prominenten Besuch aus Berlin hatte sich das DGB-Ortskartell Lehrte für seine Maikundgebung eingeladen. Hunderte Besucher wollten Sahra Wagenknecht sehen, die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken.

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Prominenz verpflichtet: Vor der Rede muss Sahra Wagenknecht Autogramme geben.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Bevor Wagenknecht zum Podium schritt, musste sie allerdings zunächst noch ihren Fans Autogramme geben. Erst dann konnte sich die 45-Jährige in ihrer Rede an der ihrer Meinung nach verfehlten Politik der Bundesregierung abarbeiten. Wie ein Mantra trage Kanzlerin Merkel die Aussage, dass es Deutschland gut gehe, vor sich her. „Das ist zynisch“, befand Wagenknecht und bezog sich auf die zunehmende Altersarmut und eine Umverteilung des Reichtums von unten nach oben. Die von ihrer Partei propagierte Reichensteuer sei keineswegs eine Enteignung. „Das ist eine Rückgabe.“ Dass die Reichen immer reicher würden, liege an der Umverteilung durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Minijobs und Leiharbeit, für die sie die Schröder- und Merkel-Regierungen verantwortlich machte. Bei den zahlreichen Zuhörern konnte sie sich starken Applauses sicher sein.

In Lehrte fand die alljährliche Maikundgebung statt. Unter den Redner war auch Politiker Sahra Wagenknecht.

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Auf großes Interesse traf auch die Rede von Dunja Borges, Betriebsratsvorsitzende des Klinikums Region Hannover. Sie befand, dass es im Gesundheitssystem zu sehr um Profit und Wirtschaftlichkeit gehe. Der von der Schließung bedrohten Lehrter Klinik machte sie Mut: „Der Osten der Region braucht ein starkes Krankenhaus.“

Am Rande der Veranstaltung konnten sich die Besucher an mehreren Ständen in die neue Lehrter Erklärung für Demokratie, Toleranz und Vielfalt eintragen. Der Lehrter DGB-Chef Reinhard Nold machte auf das Thema Flüchtlinge und Rassismus aufmerksam, in dem er sich eine bunte Perücke im Irokesenschnitt aufsetzte. „Für Bunt statt Braun“ - lautete sein Credo. Da passte es bestens, dass sich das aus Fußball spielenden Flüchtlingen bestehende Mandela-Team ebenfalls den Lehrtern vorstellte.

Von Michael Schütz

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