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Warum Fliegenfischer auf kalte Tage hoffen

Lehrte Warum Fliegenfischer auf kalte Tage hoffen

Fliegenfischer wie Manfred Siemon mögen die hohen Temperaturen im September gar nicht. "Bei Hitze haben die Forellen keine Lust zu beißen", sagt er. Angler wie er hoffen auf ordentlich Wind, der den Sauerstoffgehalt des Gewässers wieder anhebt. 

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Fliegenfischer Manfred Siemon aus Wehmingen angelt gern im Teich des Fischereivereins Hannover in Lehrte.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Immensen. Manfred Siemon (68) hofft auf kühle Witterung. Als erfahrener Fliegenfischer weiß er: „Bei Hitze haben die Forellen keine Lust zu beißen“. Während im Teich des Fischereivereins Hannover zwischen Lehrte und Immensen noch in der vergangenen Woche unzählige Regenbogenforellen deutlich sichtbar an der Wasseroberfläche herumsprangen, lässt sich dort bei Temperaturen oberhalb der 25-Grad-Marke keine Flosse blicken.

Doch Manfred Siemon hat als erfahrener Angler keine Eile, sondern eine volle Tiefkühltruhe. Wie Ehefrau Ulrike genießt Wehmingens ehemaliger Ortsbrandmeister seinen Fang am liebsten frisch geräuchert und kommt damit auch bei seinen Feuerwehrkameraden prima an. „Neulich gab es 25 Prachtexemplare, zu denen wir die Feuerwehrkameraden herzlich eingeladen haben“, berichtet der 68 jährige.

Als Fliegenfischer hat Siemon noch mehr Erfahrung, denn schon ein halbes Jahrhundert zählt er zu den aktuell 4500 Mitgliedern von Hannovers Fischereiverein. Damit der den Lehrter Teich nicht leergefischt wird, gibt es natürlich klare Regeln: „Man darf maximal vier Forellen am Tag angeln und höchstens zwölf pro Woche. Die Jahresmenge wurde auf 40 Regenbogenforellen begrenzt“, berichtet der Angler.

Die Witterung des vergangenen Sommers hat den Angelfreunden keine Verluste im Besatz beschert, denn es war nur selten sehr heiß auch immer wieder mal windig und regnerisch. Das will man gerne glauben, wenn man in das klare Wasser des Teiches blickt. Während sich Bachforellen nur in Fließgewässern wohlfühlen, ist die hier herum schwimmende Regenbogenforelle etwas robuster.

Trotzdem freuen sich die Angler auf ordentlich Wind, der den Sauerstoffgehalt des Gewässers wieder anhebt. Doch manchmal kommt es weder auf Jagderfolg noch Witterung an: Dann fühle es sich einfach gut an, mitten in der Natur zu stehen, die erste Laubfärbung zu beobachten und das leise Plätschern der Wellen zu hören, sagt Siemon.

Von PATRICIA CHADDE

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