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Metalldiebe in Lehrte auf frischer Tat ertappt

Stromkabelrollen gestohlen Metalldiebe in Lehrte auf frischer Tat ertappt

Vier Metalldiebe sind in der Nacht zum Mittwoch am Stadtrand von Lehrte auf frischer Tat ertappt worden. Die Männer im Alter zwischen 28 und 33 Jahren hatten nach Polizeiangaben schon zwei Stromkabelrollen aus einem Umspannwerk gerollt.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Lehrte. Mit dreisten Methoden machen Metalldiebe seit Monaten reichlich Beute in Stadt und Umland. In der Nacht zu Mittwoch haben Spezialkräfte der Bundespolizei nun vier Täter festnehmen können. Die Männer aus Polen waren kurz nach Mitternacht auf das Gelände eines Umspannwerks in Lehrte vorgedrungen – und dabei von einer Überwachungs­kamera gefilmt worden. Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes informierte die Polizei, und die Beamten rückten innerhalb weniger Minuten mit einem Großaufgebot an.

Die Spezialkräfte der Bundespolizei waren in der Nacht ohnehin in Lehrte unterwegs gewesen. Im Rahmen eines Sondereinsatzes hielten sie dort auf den weitläufigen Gleisanlagen Ausschau nach möglichen Metalldieben. Dann rief die Leitstelle die Beamten zum Einsatz ins Umspannwerk. Dort überraschten die Bundespolizisten die vier Polen auf frischer Tat. Die Diebe waren gerade dabei, zwei riesige Stromkabelrollen vom Gelände zu manövrieren. „Sie hatten Werkzeug dabei. Vermutlich wollten sie ihre Beute in handliche Stücke teilen und dann abtransportieren“, sagte Polizeisprecher Martin Ackert.

Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass sich noch weitere Täter im Bereich des Umspannwerks aufhalten könnten. Mit einem Polizeihubschrauber und einer Wärmebildkamera suchte die Bundespolizei das Umfeld ab, brach die Aktion aber schließlich erfolglos ab. Die vier polnischen Staatsbürger im Alter von 28 bis 33 Jahren wurden im Laufe des Mittwochs vernommen. Nur einer von ihnen aber zeigte sich kooperativ und ließ sich auf ein Gespräch mit den Ermittlern ein. Dennoch entschied ein Haftrichter am Mittwoch, dass die Männer zunächst auf freiem Fuß bleiben dürfen. „Im Moment wissen wir nicht, ob es sich um gewerbsmäßige Metalldiebe handelt“, sagte Bundespolizeisprecher Ackert. Ebenfalls ungewiss sei, ob sie möglicherweise in weitere Diebstähle verstrickt sind, die in den vergangenen Wochen in der Region Hannover begangen wurden. Unter anderem entwendeten Diebe in der vergangenen Woche ein spezielles Kupferkabel im Wert von 40.000 Euro von einem Firmengelände in Uetze.

Nach Angaben der Bundespolizei­direktion Hannover hat sich die Zahl der Metalldiebstähle im Bereich von Bahn- und Gleisanlagen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. „In diesem Jahr haben wir bereits 111 Fälle registriert. Insgesamt wurden 28 Tonnen Buntmetall von Bahnanlagen gestohlen“, sagte Ackert. In mehr als 90 Prozent der Fälle hätten die Täter es auf Kupfer abgesehen. „Der Rohstoff ist knapp, die Preise sind gut“, erklärte der Polizeisprecher.

Angesichts dieser Fallzahlen hat die Bundespolizei ihre Aktivitäten massiv verstärkt. Spezialkräfte patrouillieren auf Bahn- und Gleisanlagen. „Wir brauchen die Unterstützung der Bürger“, sagte Bundespolizeisprecher Ackert.
Auffällige Beobachtungen können über den Notruf 110 gemeldet werden. Die Bundespolizei hat außerdem eine kostenlose Hotline zum Thema Metalldiebstahl an Bahnanlagen eingerichtet. Die Beamten sind unter der Telefonnummer 0800-68800 zu erreichen.

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