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Lehrter Modell: Verlässlich für zehn Stunden

Lehrte Lehrter Modell: Verlässlich für zehn Stunden

Das kann für viele Familien die Lösung für ihre Betreuungsprobleme sein: Mit dem Lehrter Modell "Nachmittagsangebot an Grundschulen" soll erstmals eine verlässliche Betreuung an Ganztagsschulen von 7 bis 17 Uhr etabliert werden. Das Konzept startet nach den Sommerferien vorerst nur in zwei Pilotschulen.

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Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine von zwei Grundschulen, in denen die Stadt Lehrte ihr neues Modell zur Nachmittagsbetreuung starten will.

Quelle: p. oswald-kipper

Lehrte. In den Genuss kommen zunächst die Albert-Schweitzer-Schule und die Grundschule Lehrte-Süd, weil diese bereits genehmigte Ganztagsschulen sind. Das Pilotprojekt wird dabei von der Stadt intensiv begleitet, um erste Erfahrungen zu sammeln und diese anderen Schulen zur Verfügung zu stellen. So sollen diese bei Bedarf und Möglichkeit schon zum Jahresende einen Antrag als Ganztagsschule einreichen können. Das wäre Voraussetzung, damit dort zum Schuljahr 2018/2019 ein solches Angebot zur Verfügung steht. Dass wünschen sich insbesondere viele Eltern aus Hämelerwald, Arpke und Immensen, wo es noch keine Ganztagsgrundschulen gibt.

In diesem Jahr will die Stadt dafür 50.000 Euro in die Hand nehmen, in den Folgejahren schon 120.000 Euro, wie bei der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Jugendhilfeausschuss bekannt wurde. Denn die Stadt will die Schulen dabei mit bis zu drei zusätzlichen Kräften unterstützen. Darüber hinaus werden Investitionen etwa in Räumlichkeiten für das Mittagessen nötig. Der Ganztagsschuletat wird daher je Schüler, die am Nachmittagsangebot teilnehmen, von 5 auf 30 Euro erhöht.

Hintergrund ist, dass die Stadt ihr derzeit unterschiedliches Angebot vereinheitlichen will. "Heute haben wir mit Halbtags- und Ganztagsgrundschulen sowie Horten drei Systeme mit unterschiedlichen Angeboten", sagte Bürgermeister Klaus Sidortschuk im Ausschuss. Die Folge sei, dass viele Kinder vormittags gemeinsam lernen, mittags getrennt essen und nachmittags in unterschiedlichen Angeboten betreut würden.

Das neue Konzept sieht fünf Bausteine vor: Von 7 bis 8 Uhr Frühbetreuung, von 8 bis 13 Uhr Unterricht, von 13 bis 14 Uhr Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung, von 14 bis 15.30 Uhr Nachmittagsangebote von Kunst bis Sport und von 15.30 bis 17.00 Uhr einen pädagogischen Spätdienst - dieser ist allerdings kostenpflichtig, ebenso wie das Frühstück und das Mittagessen. Für das Nachmittagsangebot müssen Eltern ihre Kinder bis zum 31. März anmelden.

Der Kritik von Friedrich

Reneé-Michael Friedrich (Gruppe CDU-Piraten) kritisierte, dass der 31. Januar geeigneter wäre, weil viele Eltern wegen ihres Arbeitgebers frühzeitig planen müssten, trat Beate Forgber, Leiterin der Albert-Schweitzer-Grundschule entgegen: "Der 31. März reicht aus, für Eltern ist das ein verlässliches Wohlfühlpaket."

Sidortschuk betonte, dass vielen Eltern damit der Stress genommen werde, ob sie einen Hortplatz bekommen. "Wer sich dafür anmeldet, bekommt auch sicher einen Platz." Von der Politik gab es für das Angebot ein einhelliges Lob: Schul- und Jugendhilfeausschuss haben der Vorlage einmütig zugestimmt. Früher habe es oft bürokratische Hürden gegeben und manche Schule und Kita hätten gegeneinander gearbeitet, sagte Maren Thomschke (SPD). In der Lenkungsgruppe, die das Rahmenkonzept erarbeitet hat, hätten Hort- und Schulmitarbeiterinnen jedoch "super zusammengearbeitet": "Wir hoffen, dass nun viele Schulen mitmachen."

Von Oliver Kühn

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