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Verwaltung soll mehr Platz bekommen

Lehrte Verwaltung soll mehr Platz bekommen

Die Stadtverwaltung platzt förmlich aus allen Nähten. Ab Herbst sollen für Mitarbeiter daher zusätzliche Büroräume im benachbarten Gebäude am Rathausplatz 2 angemietet werden. Dieses hat die Lehrter Wohnungbau jetzt erworben. Die Sparkasse wird ihre dortige Filiale schließen.

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Andrea Kursawe (von links), Frank Wersebe, Klaus Sidortschuk und Harald Schröder kommen ins Geschäft: Die Lehrter Wohnungsbau hat das Gebäude am Rathausplatz gekauft und vermietet Flächen an die Stadtverwaltung. Die Sparkasse gibt ihre Filiale im Erdgeschoss auf.

Quelle: P. Oswald-Kipper

Lehrte. Seit wenigen Wochen ist alles unter Dach und Fach: Die Lehrter Wohnungsbau, eine 100-prozentige Tochter der Stadt Lehrte, hat die Immobilie am Rathausplatz 2 erworben. In dem rund 20 Jahre alten Gebäude ist bisher neben der Volkshochschule, die die oberste Etage belegt, auch die Sparkasse mit einer Bürofläche von rund 400 Quadratmetern vertreten.

Die Sparkasse hat schon lange beschlossen, sich aus Kostengründen von diesem Standort zurückzuziehen und das direkte Geschäft mit den Kunden im Kompetenzzentrum an der Burgdorfer Straße zu bündeln. Dorthin werden dann ab 6. Mai auch die Mitarbeiter vom Rathausplatz umziehen. "Es gibt dort genügend Platz, viele Mitarbeiter arbeiten jetzt schon teilweise dort", erklärt Vertriebsdirektor Harald Schröder. Erhalten bleiben soll am Rathausplatz aber das SB-Center. Die Kunden bekommen am Automaten weiterhin Bargeld und können ihre Bankgeschäfte erledigen.

Die Stadt hat die Chance genutzt, um stadtplanerisch das Gebäude für sich zu sichern. "Wir brauchen dringend mehr Platz für unsere Mitarbeiter", sagt Bürgermeister Klaus Sidortschuk. Zudem wolle man an dieser Stelle eine "sinnvolle und nachhaltige Mieterstruktur" sicherstellen, ergänzt Frank Wersebe, Geschäftsführer der Lehrter Wohnungsbau.

Die Stadtverwaltung habe zuvor auch andere Möglichkeiten in Erwägung gezogen, um neue Räume für die Mitarbeiter zu schaffen: "Wir haben etwa über Container nachgedacht - doch das ist langfristig sehr teuer", so Sidortschuk. Auch ein Neubau hätte deutlich mehr Kosten verursacht, meint Wersebe.

Die Lehrter Wohnungsbau hat den Ankauf der Immobilie in ihrem Aufsichtsrat beschlossen. Zu einem "marktüblichen Preis" habe man das Gebäude mit seinen 2000 Quadratmetern Nutzfläche und 1000 Quadratmetern Grundstück schließlich Ende 2016 erworben, so Frank Wersebe.

Die Sparkasse schließt ihre Filiale am 6. Mai. Wenn der Lehrter Rat den Plänen der Stadtverwaltung zustimmt, soll das Erdgeschoss danach komplett umgebaut werden. Wersebe rechnet mit einer Investition von 500.000 Euro für den Umbau.

Die Stadt will die rund 400 Quadratmeter im Erdgeschoss danach anmieten. Dort sollen ab Herbst zunächst 15 Mitarbeiter aus dem Bereich Jugend und Soziales Büros und einen Besprechungsraum bekommen.

Die Volkshochschule wird als sogenannter Ankermieter im Obergeschoss des Hauses bleiben. Der Mietvertrag mit der in der ersten Etage befindlichen Arztpraxis laufe demnächst aus, so Wersebe. Da die Stadt in dieser Etage bereits seit Längerem Räume nutzt, schließt Sidortschuk eine weitere Nutzung nicht aus. "Das ist aber noch nicht abschließend geklärt."

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