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Nach Asylheim entsteht ein neuer Stadtteil

Lehrte Nach Asylheim entsteht ein neuer Stadtteil

Mit einem schlichten Haus als Flüchtlingsunterkunft beginnt es, mit einem neuen Wohngebiet wird es in etwa zehn Jahren enden: An der Tiefen Straße im Norden der Stadt entwickelt die Wohnungsbaugesellschaft (LW) ein 50-Millionen-Euro-Projekt.

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An der Tiefen Straße wird schon die Grube für den Bau der Sammelunterkunft für Flüchtlinge ausgehoben.

Quelle: Eggers

Lehrte. Möglich wurde die neue Entwicklung durch den Kauf von zwei Grundstücken. Von der Stadt hatte die LW ein 8300 Quadratmeter großes Grundstück erworben, dazu jetzt noch eine Fläche von knapp 7000 Quadratmetern von der Markus-Kirchengemeinde - für insgesamt deutlich mehr als eine Million Euro.

Jetzt haben erst einmal die Vorbereitungen für die Baustraße zu der Sammelunterkunft begonnen. In dem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus sollen 70 Flüchtlinge unterkommen. „Das ist kein Luxusbau, aber auch kein Modulheim“, sagt LW-Geschäftsführer Frank Wersebe. Mit der Fertigstellung rechnet er für Ende des Jahres. Das Gebäude vermietet die Lehrter Wohnungsbau anschließend für zehn Jahre an die Stadt. „Danach ist dort normales Wohnen möglich“, erläutert Wersebe. Dafür seien nur wenige Umbauarbeiten nötig, wie etwa Wände herauszunehmen und Balkone anzubauen.

Der weitaus größte Teil des mehr als 15.000 Quadratmeter großen Grundstücks ist dem klassischen Wohnungsbau vorbehalten. „Das wird für Lehrte auf Jahre hinaus das größte Wohnbauprojekt“, verdeutlicht Wersebe. „Große Freiflächen gibt es nicht mehr.“ Dort könnten nach und nach rund 120 Wohnungen entstehen - wie ein eigener kleiner Stadtteil.

Ob nur Geschosswohnungen oder etwa auch Einfamilien- und Reihenhäuser zum Mieten verwirklicht werden, müsse sich zeigen. Für die derzeitige Brachfläche werde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben. Die Mischung müsse stimmen, um dem nicht gerade guten Ruf des Viertels entgegenzuwirken. Auch ein Bebauungsplan mit Straßenführung muss noch erarbeitet werden. Wersebe rechnet mit einer Planungszeit von rund zwei Jahren. Angedacht sind Spielplätze, Gemeinschaftsflächen und ausreichend Parkplätze.

von Oliver Kühn

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