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60 von 100 Kleingärtnern wollen mit umziehen

Lehrte 60 von 100 Kleingärtnern wollen mit umziehen

Die Mitglieder des Kleingärtnervereins Feierabend scheinen sich in ihr Schicksal zu fügen, dass ihre Kolonie an der Manskestraße in ein Wohngebiet umgewandelt wird. Offenbar wollen 60 der rund 100 Pächter auf ein neues Gelände umsiedeln.

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Die nächsten zwei Sommer können die Mitglieder des Kleingärtnervereins Feierabend ihre Parzellen an der Manskestraße noch bewirtschaften - dann ist endgültig Schluss.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Lehrte. Bei einer Versammlung mit Bürgermeister Klaus Sidortschuk am Sonnabend kam zwar noch einmal Unmut bei den fast vollständig erschienenen 100 Pächtern hoch. "Aber wir wollen unseren Verein erhalten und müssen uns auf eine neue Kolonie einstellen", resümiert der Vorsitzende Bernd Siegert. Viele Ältere seien aber zum Umzug nicht mehr in der Lage. Doch 60 Mitglieder hätten bereits angekündigt, mit in eine neue Kolonie umzuziehen. Austritte habe es deshalb aber noch nicht gegeben. "Wir haben ja noch zwei Saisons vor uns", sagt Siegert. Den Kleingärtnern wird erst zum Ende des Jahres 2018 gekündigt, hatte Sidortschuk angekündigt.

Nun müsse man sich auf den wohl unausweichlichen Umzug vorbereiten, sagt Siegert. Der Bezirksverband Lehrte der Kleingärtner hat dafür bereits einen 12-Punkte-Forderungskatalog erarbeitet. Was darin steht, will der Vorsitzende Peter Heinze nicht sagen. "Darüber müssen wir noch viele Gespräch führen."

Nach Informationen des Anzeigers bittet der Verband die Mitglieder darin "um Prüfung der Möglichkeit, einer eventuellen Verlagerung des Koloniegeländes in Ihren Überlegungen zu berücksichtigen beziehungsweise zuzustimmen". Zu klärende Punkte seien etwa die Wertermittlung, Bereitstellung von Ersatzflächen, die Übernahme der Kosten für ein neues Vereinsheim, die Versorgung mit Strom und Wasser, ausreichend Parkplätze und eine Einzäunung.

Zunächst müsse aber eine Fläche gefunden werden, sagt Siegert. Für 60 Parzellen müsse diese zwischen 30.000 und 35.000 Quadratmeter groß sein. Das sei in der Innenstadt nicht realisierbar, sondern nur am Stadtrand. Sidortschuk habe aber zugesagt, dass die neue Kolonie mit dem Fahrrad erreichbar sein werde.

Von Oliver Kühn

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