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Betonringe hindern Lkw-Fahrer am Wildparken

Lehrte Betonringe hindern Lkw-Fahrer am Wildparken

Nach Protesten von Anwohnern über die Zustände am Gelände eines Autohändlers an der Straße Zur Kreuzeiche in Aligse hat die Stadt jetzt Nägel mit Köpfen gemacht: Der Seitenstreifen wurde mit Betonringen abgesperrt - und schon bald soll ein Verbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen folgen.

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Damit Lastwagen nicht die Anwohnerstraße und Tempo-30-Zone Zur Kreuzeiche in Aligse zuparken, hat die Stadt am Fahrbahnrand Betonringe aufgestellt.

Quelle: Oliver Kühn

Aligse. Die Anwohner hatten sich kürzlich über bis zu 500 Fahrzeuge täglich in ihrer Tempo-30-Straße beklagt, Sattelschlepper, die vor Ausfahrten parken und Fahrer, die in ihren Gespannen übernachten und ihren Müll aus dem Fenster werfen. Um dies künftig zu unterbinden seien die Betonringe eine "Sofortmaßnahme", sagt Stadtsprecherin Nele Domin: "Wichtig ist, dass wir jetzt erstmal die kaputten Seitenränder sichern." Wie lange die Ringe dort stehen bleiben, sei noch nicht entschieden. Als zweiter Schritt folgt das Lkw-Verbot, die Schilder seien schon bestellt. Dann dürfen Lastwagen über 7,5 Tonnen nicht mehr in die Straße Zur Kreuzeiche einbiegen.

Parallel treibt die Stadt ihr sogenanntes bauordnungsrechtliches Verfahren gegen den Autohändler CAT Germany weiter. Dieser hatte erst im April das Unternehmen am Rand von Arpke von Wallenius & Wilhelmsen übernommen. "Die Nutzung ist aber ausgeufert und so nicht genehmigt", stellt Domin klar. Mittlerweile habe sich der ehemals kleine Betrieb zum Flottmachen von Autos in einen richtigen Umschlagplatz entwickelt. Gespräche mit dem Unternehmen über die negativen Begleiterscheinungen seien erfolglos geblieben.

Die Nachbarschaft hat die Abpollerung wohlwollend aufgenommen. "Wir sind erfreut, dass die Stadt gehandelt hat", sagt eine 47-jährige Anwohnerin. "Jetzt campieren die Fahrer hier wenigstens nicht mehr." Sie hoffe aber auf eine dauerhafte Lösung. Denn jetzt sei wegen der verengten Straße der Begegnungsverkehr problematisch.

Das hatte auch ein Aligser im Internetportal "Bürgertipps" der Stadt moniert: "Mich würde interessieren, wie sich die Herrschaften die zukünftige Verkehrsregelung vorstellen. Auch für Pkw ist ein Passieren nicht mehr möglich."

Von Oliver Kühn

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