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Neues Zentrum wird umgebaut

Lehrte Neues Zentrum wird umgebaut

Das Neue Zentrum wird Anfang November wieder zur Baustelle: Die Stadt lässt große Flächen neu pflastern. Zudem werden Bäume und Spielgeräte ausgetauscht. 60.000 Euro soll das kosten.

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Die Spiel- und Aufenthaltsflächen im Neuen Zentrum werden in den nächsten Wochen gepflastert.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Vom Umbau betroffen sind die beiden Spiel- und Aufenthaltsflächen. Diese Bereiche waren im Zuge der Sanierung des Neuen Zentrums im Jahr 2008 neu konzipiert und angelegt worden.

Schon seit Längerem ist die Entwässerung der Flächen ein Problem. Auf dem sandigen Belag staut sich nach länger anhaltendem Regen das Wasser. Die Händler sprechen schon scherzhaft von der Seenlandschaft im Neuen Zentrum.

Der Aufwand für die Unterhaltung der Flächen sei enorm, sagt Stadtsprecherin Nele Domin. Deshalb habe sich die Stadt entschieden, die beiden Bereiche zu pflastern. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Spielgeräte entfernt. „Ein Teil ist marode und müsste jetzt sowieso erneuert werden“, erklärt Domin. Auch die von der Stadt 2008/2009 gepflanzten Bäume werden entfernt. Sie sollen ersetzt werden. Domin versichert, dass es nach dem Umbau nicht weniger Grün im Neuen Zentrum geben soll. Und: Der Zeitpunkt für die Arbeiten sei bewusst so gelegt worden. In dieser Zeit sei zumindest nicht mit Bodenfrost zu rechnen.

Schon am 2. November sollen die Bauarbeiten losgehen. Laut Domin werden sie rund drei Wochen dauern. Dabei sollen Wege und Zugänge zu den Geschäften frei bleiben. Auch der Baucontainer und Materialien würden so gelagert, „dass diese den Kunden und Geschäften nicht im Weg stehen“, versichert Domin.

Sonja Truffel, Geschäftsführerin beim Lehrter Stadtmarketing, ist von dem geplanten Umbau sichtlich überrascht: „Das kommt schon ziemlich kurzfristig.“ Sie freut sich aber über die Umgestaltung: „Es war immer der Wunsch der Händler, dass dort etwas geändert wird.“ Zeitlich hält Truffel das Vorhaben für machbar.

Ihr Stellvertreter Udo Gallowski hätte sich allerdings eine frühere Information an das Stadtmarketing gewünscht. Zudem falle der verkaufsoffene Sonntag am 8. November genau in die Zeit des Umbaus. Mit einer Baustelle sei diese Aktion für die dortigen Händler nicht so ideal, sagt Gallowski.

Pläne sind gut, Zeitpunkt ist kritisch, sagen die Händler

In einem sind sich die Händler einig: Der von der Stadt geplante Umbau des Neuen Zentrums sei längst überfällig, heißt es unisono. „Auf den jetzigen Spielflächen steht oft das Wasser, und die Kunden tragen den nassen Sand dann an ihren Schuhen in die Geschäfte“, sagt Peter Nedeljko vom First Reisebüro. Regina Rosenbaum vom Bettenhaus Welge nervt die matschige Oberfläche dort auch schon lange. „Ich bin froh, dass die Stadt jetzt hier investiert“, sagt sie. Gleichzeitig hofft Rosenbaum, dass das Erscheinungsbild des Neuen Zentrums gewinnt. Sie hätte allerdings gern mehr Grün in der Einkaufsmeile. „Das könnte hier alles etwas liebevoller aussehen.“

Thomas Helmker von der Goldschmiede Pfitzner findet die Umbaupläne der Stadt zwar gut, hält den Zeitpunkt aber für kritisch: „Momentan sind in der Stadt überall Baustellen, jetzt kommt eine weitere hinzu.“ Das halte Laufkundschaft ab. Zudem bemängelt Helmker, dass die Stadt die Händler nicht früher informiert hat.

Das kritisiert auch Alexander Eilers von Brillen Förster. Als aktives Mitglied im Stadtmarketing habe er von den Plänen bis dato nichts gewusst. Carsten Roland von der Bäckereifiliale Schäfer hält lediglich den Termin für ungünstig: „Zum verkaufsoffenen Sonntag fehlt uns dort die Fläche für die Außenbewirtung.“

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