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Opfer erkennt brutalen Schläger wieder

Lehrte/Hildesheim Opfer erkennt brutalen Schläger wieder

Am Montag hat am Landgericht Hildesheim der Prozess um die brutale Schlägerei und Messerstecherei begonnen, die sich in der Nacht zum 1. August 2015 an der Schlesischen Straße zugetragen hat.

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Der Angeklagte schweigt beim Prozessauftakt am Landgericht Hildesheim.

Quelle: Symbolbild

Lehrte. Es deutet alles auf ein langwieriges Verfahren mit etlichen Zeugenaussagen hin, denn der Beschuldigte weicht keinen Zentimeter von seiner Strategie früherer Vernehmungen ab: Er verweigert die Aussage.

Angaben zu seiner Person machte der 28-Jährige, der aus Kasachstan stammt und deutscher Staatsbürger ist, am Montag sehr wohl. Als es aber um das Geschehen aus der Tatnacht ging, versiegte seine Lust, sich zu äußern. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Es droht ihm eine Haftstrafe.

Laut Anklageschrift hatte der 28-jährige in jener Sommernacht in Lehrte seine Freundin heftig bedrängt - und zwar gemeinsam mit einem Komplizen. Vier Zeugen, die sich auf dem Heimweg vom Lehrter Schützenfest befanden, beobachteten die Szene nahe der Sporthalle an der Schlesischen Straße und griffen ein. Daraufhin sollen der Angeklagte und sein Komplize mindestens zwei der Zeugen mit Faustschlägen niedergestreckt und die am Boden Liegenden brutal getreten haben. Der bislang unbekannte Bekannte des 28-Jährigen stach sogar mit einem Messer auf einen der am Boden liegenden ein und fügte ihm an Oberarmen und Schulter vier klaffende, sechs Zentimeter tiefe Stichwunden zu.

Nach Angaben von Gerichtssprecher Felix Muntschick wurden am Montag bereits drei der Opfer vernommen. Einer von ihnen sagte aus, er erkenne in dem 28-Jährigen einen der zwei Täter. Trotzdem dürfte sich die Beweisaufnahme noch über mehrere Verhandlungstage hinziehen. Insgesamt sind für den Prozess jetzt noch acht Termine angesetzt, der nächste schon am Dienstag. Dann sollen insgesamt elf Zeugen gehört werden, darunter auch mehrere Polizeibeamte.

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