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Soziales Kaufhaus: Spendenfreude bleibt groß

Lehrte Soziales Kaufhaus: Spendenfreude bleibt groß

Die Spendenfreude der Lehrter ist und bleibt enorm. Diese Erfahrung machen die Verantwortlichen im Sozialen Kaufhaus Lehrte. Die Befürchtung, die Welle der Hilfbereitschaft für Flüchtlinge könne sich negativ auf bestehende Projekte für Geringverdienende und Bedürftige auswirkten, habe sich nicht bestätigt.

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Die Spenden ebben nicht ab: Das Soziale Kaufhaus an der Burgdorfer Straße.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. „Die Spenden sind bei uns im vergangenen Jahr nicht weniger geworden“, sagte Andreas Volkmann vom Sozialen Kaufhauses an der Burgdorfer Straße. Zunächst habe es zwar etwas weniger Kleiderspenden gegeben, meint der Lehrter Filialleiter, Martin Lindenblatt: „Aber das hat sich inzwischen alles wieder normalisiert.“

Volkmann sieht sich auch nicht in Konkurrenz zur Lehrter Flüchtlingshilfe, die unter dem Dach des DRK organisiert wird. „Wir sind ein großes Ganzes“, sagt er. So gebe es etwa eine Zusammenarbeit mit der Stadt, wenn beispielsweise bei Flüchtlingswohnungen noch Stühle oder ein Etagenbett gebraucht werde. Und es seien auch Menschen ins Soziale Kaufhaus gekommen, die für Flüchtlinge spenden wollten. „Die haben wir dann ans Rote Kreuz weitergeschickt“, meint Volkmann, der Betriebsleiter von fünf Sozialen Kaufhäusern in der Region und den Kreisen Hildesheim und Peine ist.

Der Betrieb in Lehrte, in dem zwei Dutzend Menschen über verschiedene Projekte, unter anderem des Arbeitsamtes, beschäftigt sind, ist in erster Linie für Bedürftige gedacht. Sie können sich in der Burgdorfer Straße für geringe Beträge mit Textilien, Möbelstücken, Geschirr, Büchern und vielem mehr eindecken. Einen Neid gegenüber Flüchtlingen, die die  Hilfen in der Regel kostenlos bekommen, habe er nicht festgestellt, sagt Volkmann. „Von unseren Kunden habe ich so etwas noch nicht gehört.“

Inzwischen zählten manche Flüchtlinge selbst schon zu den Kunden des Sozialen Kaufhauses. „Sobald die Sprachkenntnisse besser geworden sind, kommen sie ohne Begleitung zu uns“, sagt Lindenblatt.

Wie kann man spenden?

Das Soziale Kaufhaus in der Burgdorfer Straße 37 ist eine Einrichtung der gemeinnützigen Firma Labora, die wiederum von verschiedenen katholischen Trägern gegründet wurde. Das Kaufhaus richtet sich an Bedürftige und Geringverdiener. Bescheinigungen dafür würden aber nicht kontrolliert, sagte Betreiber Andreas Volkmann.

Wer Spenden wie Möbel, Kleidung oder Geschirr  spenden möchte, kann sich entweder im Laden oder unter Telefon (05132) 8720881 melden und einen Termin vereinbaren. Möbel und andere schwere Dinge werden von den Mitarbeiter auch gern abgebaut und abgeholt. Die gespendeten Gegenstände müssen in gebrauchsfähigem Zustand sein, betonen die Verantwortlichen des Sozialen Kaufhauses.

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Klaus Klingberg (links) und Wolfgang Howe gehören zu den Mitarbeitern im Sozialen Kaufhaus und sind unter anderem für Möbeltransporte zuständig.

Quelle: Michael Schütz

Von Michael Schütz

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